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4. Die Orgel

 

Orgel_600.jpg

 

Wendet der Besucher seinen Blick nach Westen, bietet sich ihm ein prachtvoller Anblick: der spätbarocke Prospekt der 1721-1734 erbauten Orgel.

Ihre Vorgängerin wurde ab 1549 durch den Orgelbauer Germer errichtet und war ein kleines Werk. Diese sogenannte Schwalbennestorgel befand sich oberhalb der inzwischen abgerissenen Liebfrauenkapelle auf der Südseite, dort wo heute ein Fenster zu fehlen scheint. Diese erste Orgel war zusammen mit dem Neubau der Kirche errichtet worden. Sie konnte nur über einen 1498 aufgeführten Wendelstein erreicht werden, der zusammen mit der Liebfrauenkapelle 1871 abgebrochen wurde.

 

1721 wandten sich Stadtrat und Kirchenräte an den Orgelbauer Johann Hinrich Gloger wegen einer neuen größeren Orgel, die auch zeigen sollte, dass Northeim damals keine unbedeutende Stadt war. So wurden 50 Register veranschlagt. Noch im gleichen Jahr begann man zu bauen.

 

Erst 1738 wurde der Prospekt bemalt und vergoldet und da die Kirche neu gekalkt worden war, musste die Orgel zum ersten Mal gründlich gereinigt werden, wobei gleich einige Register verändert wurden.

 

In den nachfolgenden Jahrhunderten erlebte die Sixti-Orgel eine wechselvolle Geschichte, in der die technischen Neuerungen und klanglichen Vorstellungen des Orgelbaus der Zeit Einzug in dieses ursprünglich barocke Instrument hielten. Federführend für diese Arbeiten waren die Orgelbauer Stephan Heeren (1790), Conrad Euler (1836), Alexander Strobel (1872-1876) und Paul Ott (1952-1959).

 

Ab 1984 führte Otts Schüler Rudolf Janke den bisher letzten Erneuerungsumbau durch, mit welchem es gelungen ist, aus den Registern der verschiedenen Epochen ein Klangbild zu realisieren, das dem – 1991-1995 durch J.Diederichs aus Berka – restaurierten Prospekt adäquat ist.

 

Orgeltisch_600.jpg

 

 Orgelspieltisch

 

Prospekt_600.jpg

 

Orgelprospekt - Ausschnitt

 

 

 

 

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