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 11. Das Taufbecken

 

 Das Taufbecken - eine Braunschweiger Bronzearbeit aus dem frühen 16. Jahrhundert- hat schon an den verschiedensten Stellen in der St. Sixti Kirche gestanden, z.B. in der Mitte des Chorraums zwischen ehemaligen Triumphkreuz und dem Hochaltar, oder in der sog. Taufkapelle, die im Mittelalter die Nikolaikapelle war. Zur Zeit steht das Taufbecken nun hier im nördlichen Seitenschiff.
Auf drei Löwen als Fuß ruht eine flach gewendete Schale, der ein balusterförmiger Schaft entsteigt, aus dem sich der große, gedrungene Kelch des Beckens entwickelt. Bänder, Wulste und Kehlen sind der einzige, strenge Schmuck. Der Taufdeckel in Form eines Oktogons, einer achtseitigen mit Krabben besetzten Pyramide, wurde erst im Jahre 1846 aufgeständert. Ursprünglich ruhte er direkt auf dem Taufbecken und schützte das Taufwasser vor dem Verdunsten. Das Taufwasser wurde früher in der Osternacht eingefüllt und vom Bischof geweiht. Es wurde das ganze Jahr genutzt. Der Deckel konnte mit Hilfe einer Kette, die durch das Deckengewölbe oben auf dem Kirchenboden an einem Gegengewicht befestigt war, leicht bei Taufhandlungen angehoben werden.
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Die Umschrift um das Becken nennt das Jahr der Stiftung: 1510, den Stifter: Heinrich Raphon und den Gießer: Heinrich Mente. In der Übersetzung ist dort zu lesen: „ Im Jahr des Herren 1510 stiftete Meister Heinrich Raphon mich, diese Taufe, zum Lobe Gottes und zum Bade der Seelen; gegossen durch Heinrich Mente." Die Umschrift am Fuße der Taufe lautet in der Übersetzung: „Heinrich Mente, der Jüngere, hat mich in Braunschweig 1509 gegossen. Jesus und Maria halfen mir dabei. Zum Lobe Gottes bin ich aus der Form geflossen".

 

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Löwenfuß

Taufbecken Detail

 

Die acht Heiligenfiguren auf dem Oktogon des Taufdeckels sind:

die Hl. Anna (Attribute: Jesuskind auf dem einen Arm und wahrscheinlich Maria als großes Kind auf dem anderen Arm, fehlt),

die Hl. Dorothea (Ihre Attribute fehlen),

der Hl. Sebastian (Folterwerkzeug im Rücken), der Märtyrer aus dem 3. Jahrhundert wurde von Kaiser Diokletian 2x zu Tode gequält.

Johannes der Täufer (Attribute: ein Lamm in der einen Hand, auf das er mit dem Zeigefinger der anderen Hand zeigt)

Maria mit dem Kind im Strahlenkranz auf der Mondsichel stehend

Maria Magdalena (Attribute: Salbengefäß mit Deckel),

der Hl. Christophorus ( Attribute: Christuskind auf dem Arm und Stab)

der Evangelist Johannes (Attribute. Abendmahlskelch und vermutlich eine Hostie, fehlt

Auf der Spitze des Taufdeckels steht, in päpstliche Gewänder gekleidet, der Hl. Sixtus, Papst und Märtyrer im 3. Jahrhundert. Er war nur wenige Monate im Amt. Er ist der Namenspatron der Kirche.

 

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Madonna mit Kind

Hl. Anna

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Hl. Sebastian

Hl. Christophorus

Hl. Sixtus

 

 

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