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Kircheninnenrenovierung (KIR)

 

Hier berichtet Christian Steigertahl (Text und Bild) über den Fortgang

der Kircheninnenrenovierung.

 

 

Aktualisiert am 21. September 2020!

 

 
 

Am Anfang finden Sie immer die letzte (aktuelle) Information.

Die Bildbeschriftung sehen Sie, wenn Sie mit dem Mauszeiger über das Bild fahren

 

 

 

III. Quartal 2020

Ich berichte nun aus dem 3.Quartal 2020, was alles passiert ist seit dem 19.06.2020- man kann sich so ein besseres Bild machen, was so hinter den dicken Mauern so passiert und was die Männer im Bauzaunkäfig alles so in die Kirche hineinschleppen und heraustragen. Die Stimmung der Gewerke untereinander ist sehr gut, die Ingenieursleistung und -leitung durch Michael Täubert hervorragend; er ist immer um Ausgleich bemüht, hört zu und nimmt auch Rat der unterschiedlichen Gewerke an. Frank Wagner, mal vertreten durch Gerd Belk vom ABK, achten auf Umsetzung und Kosteneinhaltung, und dazwischen sind Christine Hahn und Christian Steigertahl fast täglich vor Ort- beide haben inzwischen sich ergänzende Qualifikationen entwickelt, zum Wohle des Fortganges und des Werdens.

 

Angedacht war die Wiedereröffnung der Kirche am 1. Advent- das sagten wir am Beginn des Leuchtturmprojektes an Epiphanias- da waren wir noch COVID 19- unwissend und: das Heizungsprojekt musste zwei mal ausgeschrieben werden, da von 17 angeschriebenen Firmen nur zwei geantwortet hatte mit 20-30% Kosten über der Kalkulationssumme. Zusätzlich haben wir uns entschieden für eine Erneuerung der Elektrik, der Akustik und der Bemalung- Dinge, die Zeit kosten (kein Problem), aber auch Geld (ein Problem)- und Drittmittel wird es nicht geben.

Daher werden wir Weihnachten nicht in der Kirche feiern können- aber die Glocken werden läuten über unsere Stadt. Freuen wir uns auf das erste Quartal 2021. Christian Steigertahl 

 

Glocken St. Sixti

 

 

Besondere Baustellennutzung

 

Im Juli haben wir der zweiten Konfirmandengruppe die Kirche gezeigt- so werden Generationen nach Ihnen die Kirche nie wieder sehen.

Die Kirchenöffner_Innen haben sich sehr gefreut, im September etwas zum Fortgang der Kircheninnenrenovierung zu hören und vor Ort zu sehen.

Die Schwesternstation St. Sixti wurde im September mit einer feierlich Andacht in der Kirche mit Orgelspiel auf dem e-piano mit Benjamin Dippel an die diakonische Einrichtung Westharz gGmbH weiter gegeben- eben eine Baustelle, wie Jan von Lingen und der Superintendent Friedrich Selter als Vorsitzender der Stiftung Neu- und Alt-Bethlehem betonten. Hans-Joachim Lenke, Chef des Diakonischen Werkes in Hannover, ließ es sich nicht nehmen, diakonische Einrichtungen in Südniedersachsen zu würdigen- schärfen sie doch die diakonische Säule der Kirche schlechthin. Christian Steigertahl dankte allen Mitarbeiter_Innen für ihre Arbeit in diesem Insolvenz- und Corona-Jahr und erwähnte die Pflegedienstleitungen Marion Lawrenz, Uli Nelde und in den letzen 20 Jahren Susanne Köter.

 

Bild 456 zeigt die Konfirmandengruppe im Juli mit Madeleine Landrè (Vikarin) und Pastor Stefan Leonhardt

 

Bild 739 zeigt einige Personen der Kirchenöffner_Innen

 

Bild 32 zeigt die Andacht in der Kirche zur Übernahme der Schwesternstation St. Sixti an Westharz Pflegeeinrichtung in OHA.

 

 

Büßerkammer oberhalb vom Wendelstein

 

Die Büßerkammer wurde mit Jugendlichen um Pastor Mathis Burfien (2007-2013) sehr schön eingerichtet und genutzt. Da aber Fluchtwege nicht vorhanden sind, hat der Kirchenvorstand beschlossen, den Raum nicht mehr für Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Unsere Küsterin Christine Han und der Verfasser dieser Texte haben den Raum entleert- es lagern nun aber noch Steine der Vorgängerkirche dort, die wir nach oben geschleppt haben. Viele werden nun die Büßerkammer erstmalig sehen.

 
Bild 223 zeigt das Fundament einer Säule der Vorgängerkirche und einige Steine, die Dr. Stefan Teuber, der Stadtarchivar, für erhaltenswert ansah.
 
Bild 419 zeigt die lange nicht genutzte Büßerkammer im Januar 2020.
 
Bild 362 zeigt die Büßerkammer mit den erhaltenswerten Steinen im Juli 2020

 

Bild 418 zeigt die Büßerkammer mit Blick nach Osten im Januar 2020

 

Bild 418 zeigt die Büßerkammer mit Blick nach Osten im Januar 2020

 

Kunstgüter mobile Altäre

 

Viola Bothmann aus Göttingen, Diplomrestauratorin und schon lange immer mal "für uns" tätig, kümmert sich auch um die eingepackten Altäre im Turmraum; die Kisten sind auch versehen mit Datenloggern, die uns Luftfeuchtigkeit und Temperatur melden. Es handelt sich um den Hieronymusaltar aus der Nicolaikapelle (Kinderkirche) und den Marienaltar im südlichen Seitenschiff (er stand bis 2002 in der Sakristei). Schimmel wurde nicht gefunden.

 

Bild 420 zeigt Viola Bothmann im Juli des Jahres im Turmraum

Bild 423 zeigt Viola Bothmann auf der Suche nach einem Zugang zum Marienaltar.

 

Fußbodenaufbau Dämmschüttung/Estrich durch Fa. Matthias Kunde

 

In meinem Bericht II. Quartal bin ich schon auf den Fußboden und den einzelnen Schichten eingegangen.

Inzwischen ist im Chorraum und in der Nicolaikapelle (Kinderkirche) der Abdichtanstrich erfolgt, es folgen Ende September/Anfang Oktober die Verlegung der FBH-Noppenplatten, auf denen die Fußbodenheizungselemente verlegt werden. Danach erfolgt die Aufbringung des Estrichs, der ca. 2 Wochen Trockenzeit braucht. Wir beginnen im Chorraum und gehen langsam dann nach Westen voran ins Hauptschiff.

 

 
Bild 585 zeigt Lagerung der Noppenplatten und der Dämmschüttungssäcke

 

Bild 812 zeigt den Abdichtanstrich im Chorraum mit den Unterflurkonvektoren, die wir nach Westen verlängert haben. Erste Kabel sind bereits verlegt.

 

Bild 983 zeigt veredeltes EPS-Granulat mit all seinen Eigenschaften

 

Bild 987 zeigt die Noppenplatten, unten styroporig und oben noppig. Die Bildzeitung ist vom 16.09.2020

 

Schlosserarbeiten

 

Herr Manuel Rojas-Martin aus Göttingen, Abteilungsleiter für Schlosserarbeiten bei der evang.-luth. Einrichtung für Handwerksbedürfnisse, kümmert sich um die Metallarbeiten rund um die Wärmestationen, Unterflurkonvektoren und Umrandungen der Säulen; im Altarraum werden wir die Gitter und die Gebläse belassen, im Chorraum ziehen wir die vorhanden Gitter bis nach vorne zum Treppenaufgang. Gleichzeitig haben wir ihn beauftragt, die Erhöhung der Brüstung der Orgelempore im südlichen Bereich zu fertigen.

 

Bild 390 zeigt einen Metall-Mitarbeiter in der Pause vor der Nicolaikapelle (Kinderkirche)

 

Bild 391 zeigt Metallarbeiten im Chorraum und Säulenfußpunkt

 

Bild 392 bohrende Männer in der Kinderkirche

 

Elektrik und Elektroakustikanlage und Beleuchtung

 

Die Flächenheizung der St. Sixti-Kirche ist ein Pilotprojekt der Landeskirche- ich erinnere an die mittelalterliche Fenster und die Fenster Ende des 18. Jahrhunderts, die mit großer finanzieller Unterstützung der Landeskirche und des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz (Kim Kappes), aber auch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der KIBA restauriert wurden von Nicole Sterzing aus Seebergen und Frank Schneemelcher aus Quedlingburg. Diese Fenster (und die Seitenwände) waren durch die Radiatoren schwer verunreinigt- das, was man an den Wänden sah, hatte sich auch auf den Fenstern niedergesetzt.

Die Finanzierung der Elektrik ist keine Aufgabe der Landeskirche- Zuschüsse Dritter gibt es nicht- aber der Kirchenvorstand hat sich überlegt, nun auch mit der Elektrik zu beginnen, zu einem Zeitpunkt, wo die Bodenkanäle geöffnet sind. Genauso verhält es sich mit einer neuen Akustikanlage (mit Induktionsschleife im Mittelschiff) für die weniger gut hörenden Gottesdienstbesucher_Innen. Der Förderverein und die Kirchengemeinde finanzieren diese Dinge aus Verkaufserlösen (z.B. ehemaliges Gemeindehaus in der Teichstraße 38, ehemalige Pfadfinderhaus am Seldeweg 33 oder Jugendhaus Kirchplatz 3 oder Verkauf des Pfarrhauses am Entenmarkt 2 an den Kirchenkreis) und hoffen, dass wir mit dem Beginn dieser Maßnahmen die Voraussetzungen schaffen für zukünftige Optionen (Bodentanks, Leerrohre, LAN-Kabel, Videoanschluss etc.).  Dazu gehört dann auch die Beleuchtung des Kirchenschiffes durch LED-Leuchten auf den Kapitellen mit Licht nach oben und nach unten. Vorgesehen ist eine zentrale Beleuchtungssteuerung.

 
 
Bild 611 zeigt Gerd Belk vom ABK, Christian Steigertahl vom KV, Michael Täubert vom Ingenieurbüro in Chemnitz, Arno Biermann, GF Elektroanlagen Dette-Kulfürst, N. Wendt auch von dort und Herrn Andreas Thomeczek der Fa. Seis im Rahmen eines Ortstermins
 
Bild 805 zeigt einen Teil der Kabel- es werden ca. 8 km in der Kirche verlegt

 

Bild 375 zeigt in luftiger Hebebühnenhöhe Michael Feller, unser Beleuchtungsberater (auch tätig gewesen in der Basilika Cyriakus in Duderstadt)

 

Läutekapelle und Toilettenanlage

 

Wie zuvor beschrieben, bekommt die Kirche einen neuen Gasanschluss. (Die hohen Kosten übernimmt die Landeskirche aus einem Sonderfonds!!).

Die Läutekapelle muss dafür aus- und umgeräumt werden- mit schwerem Hammer und Kneifzangen haben wir das geschafft- Frau Hahn hat kräftig mitbewerkstelligt.

Je mehr Eigenleistungen erbracht werden, desto preiswerter wird das Vorhaben.

Die Männertoilette mit Stehpissoir werden wir abmontieren (machen die Mitarbeiter aus Rudolstadt, die diese lebensnotwendigen Vorrichtungen KERAMIKEN nennen!), die Besenkammerwände haben wir entsorgt- all dieser Raum wird benötigt für die neue Elektroanlage, deren Zentrale einen abschließbaren Raum benötigt.

Die beiden Damentoiletten werden von außen mit m/w/d beschildert.

 

Bild 964 zeigt die Besenkammer vor der Entsorgung (auf Bilder der Toilettenanlage habe ich verzichtet)

 

Bild 968 zeigt das Resultat nach "Sanierung" der Läutekapelle mit einem zweimaligen Bild unserer Küsterin Christine Hahn

 

Das Abstellen des Gasanschlusses von Kirchplatz 7 und der neue Hausanschluss in die Kirche kostet ca. 17.000 € (Kostenerstellung SWN)- man muss dazu sagen, dass dazu in die sogenannte Läutekapelle von außen eine Bohrung von ca. 1,30 m durch die Kirchenwand erfolgen muss, um ein abgewinkeltes Stahlrohr dort unterhalb der Steigleitung für die Feuerwehr einzubauen. Die Steigleitung geht ja bis zur Turmspitze (St. Sixti ist die einzige Kirche im Kirchenkreis, die so was hat- eingebaut 1993!!)-und dieser folgen wir mit der Abgasleitung; ich zeige dazu drei Bilder, die nun den Weg erst zur Vorbälgekammer zur Heizzentrale und von dort aus durch das Kirchengewölbe bis zum Kirchendach zeigen. Das Gewölbe darüber erreicht man einfach über den Glockenstuhl, dann ins Kirchendach, da nach Osten laufen, dann zwei steile Leitern nach unten und dann nur noch nach Nordwesten- und schon sieht man den Gewölbeanteil, der sich oberhalb der Bälgekammer befindet..

 

Bild 809 : Herr Täubert bespricht mit Herrn Raguse den Durchbruch von der Läutekapelle in die Vorbälgekammer.

 

Bild 810:  Dort wird der Durchbruch sein- per Bohrer

 

Bild 811: Zeigt ein kleines Loch in der Gewölbedecke von oben; hier wird gebohrt und die Abgasleitung zum Kirchendach geführt.

 

 

Heizzentrale in der Vorbälgekammer und Abgasleitung durch Gewölbedecke

 

Bisher stand unser Heizkessel im Keller hinter dem Haus Kirchplatz 7; die Wärme wurde von dort in die Kirche unter der Straße geleitet (dort fror es im Winter nie); die neue Heizzentrale ist vorgesehen in dem Turmraum im 1. OG rechts von der Orgel vor der Gemeindebibliothek (ehemalige Bälgekammer); der Raum musste "frei entrümpelt" werden; der über 500 Jahre alte Schrank wurde von zwei starken Männern mit Ach und etwas Krach in die Sakristei gebracht.

 

Bild 442 zeigt den zukünftigen Heizzentralenraum mit noch Restmöbeln

 

Bild 727 zeigt die starken Männer

 

Bild 733 zeigt die starken Männer

 

 

Rohinstallationen Heizung Fa. Reinhardt Rudolstadt

 

Im Juli gab es für 10 Tage eine kurze Pause in der Kirche- auch die Handwerker brauchen diese. Coronabedingt war diese nicht.

Insgesamt werden die Arbeiten mit den Rohinstallationen in der ganzen Kirche durchgeführt- alles vorbereitende Maßnahmen für die weiteren Arbeiten, die dann vom Altarraum und Chor in Richtung Hauptschiff gehen werden. Die Rohrleitungen sind zu 90% verlegt, die drei Wärmestationen (die die Luft filtern und erwärmen!) eingemörtelt und rundherum sind die Unterflurkonvektoren eingebaut, die die kalte Luft, die von den Seitenwänden herunterströmt, ansaugt und dann erwärmt freigibt (nicht so wie die Heizkörper vorher an den Seitenwänden, die durch ihre Erwärmung auf 70° Celsius die Luft erheblich bewegt hat und im Hauptschiff doch nur 14° Celsius erbrachte). 

Nach einer Ortsbesprechung mit unserem Chefingenieur Michael Täubert aus Chemnitz haben wir beschlossen, keine Heizung auf der Orgelempore zu befestigen (Benjamin Dippel sagt, jede Heizung in der Nähe einer Orgel tut dieser gar nicht gut), und in der Sakristei werden die Radiatoren auch belassen. Kostenersparnis ca. 10.000 € (inclusive Einbau und Zuleitung).

 

Bild 376 zeigt eine Handwerkerbesprechung mit Elektrik, Heizung, Steinmetz und Heizung

 

Bild IV zeigt Herrn Jauch, Herrn Müller und Herrn Reinhardt aus Rudolstadt beim Auspacken einer Wärmestationseinheit

 

Bild 694 die Rohrverlegungen an der nördlichen Seitenwand

 

Bild 700 die Rohre erreichen den Chorraum

 

Bild 705 zeigt, wo Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen treffen müssen, um Behaglichkeit zu erzeugen

 

Bild 706 zeigt die Verteilung der Unterflurkonvektoren und Wärmestationen in der Kirche

 

 

 

 

 

 

II. Quartal

 

Wie geht es weiter?

 

Das bisher Geschriebene und Bebilderte ist der Stand der Dinge am 19.06.2020.

 

Der nächste OT mit dem Ingenieurbüro, den Fachleuten in Sachen  Heizung, Estrich, Steinfußboden, Elektrik, Akustik, Gasanschlusstechnik und so weiter findet am 23.06.2020 statt.

Mitte September werde ich erneut nur Erfreuliches berichten wollen. Bisher hat die Pandemie den Zeitplan kaum durcheinander gebracht. Der Kirchenvorstand bleibt mit "Herzblut" dran, mit Hilfe vom ABK und unserer Küsterin Christine Hahn.

 

Unsere Küsterin Christine Hahn vor Ort in der Kirche

 

Ein Fenster des Wendelturms, durch das man von innen in den Kirchenraum sehen kann

 

Das Herz, mit dem der Kirchenvorstand die Kircheninnenrenovierung betreibt- manchmal weiß man nicht, was oben oder unten ist.

 

 

Nutzung der Kirche in der Bauzeit

 

Noch kurz vor Corona konnten wir am 1.März eines Baustellengottesdienst feiern, mit der Kantorei. Welch eine besondere Stunde, vor allem auch im jetzigen Nachhinein: Gemeinsam hören, singen, beten und loben.

Nach dem 15.03.-letzter Gottesdienst im Gemeindehaus- dann Palmarum mit Meike Davids und Benjamin Dippel im Turmraum, über den Dächern Northeims nach den Glocken, mit Trompete und Posaune. 

Der Pfingstmontag, traditionell ein oekumenischer Gottesdienst, wurde am Tag nach Himmelfahrt vor Ort aufgenommen und war dann punktgenau Pfingstmontag anklickbar. In guter Erinnerung die Worte von dem reformierten  René Lammer, der auf dem Fundament der Vorgängerkirche stand, gerade ein paar Tage zuvor frei gebuddelt, und die Symbolhaftigkeit beschrieb. Anfang Juni haben Stefan Leonhardt und Christian Steigertahl dem neuen Konfirmandenjahrgang die Kirche gezeigt- so wie sie kommende Generationen von Konfirmanden nie zu Gesicht bekommen werden.

 

Baustellengottesdienst vom 1.März

 

Blechbläserin und Blechbläser im Glockenturm an Palmarum

 

Ein Trompetenbaum mit kirchlichem Hintergrund

 

 

NNN-Artikel von der oekumenischen Aufnahme am Tag nach Himmelfahrt

 

Den ökumenischen Video-Gottesdienst am Pfingstmontag

unter der Überschrift "Betreten der Baustelle erwünscht"

können Sie hier ansehen.

 

 

 

Einige unserer neuen Konfirmanden Anfang Juni

 

 

Konservierende Maßnahmen

 
Nachdem Anfang Januar 2020 von der Diplomrestauratorin Viola Bothmann das Kruzifix des Hauptaltars und die Christusfigur vom Schalldeckel der Kanzel inklusive der sechs Engelköpfe vorsichtig herunter genommen wurden und verpackt gesichert gelagert werden, hat der Kirchenvorstand einen Antrag beim Kunstreferat der Landeskirche, Herrn Prof. Thorsten Albrecht, gestellt auf einen Zuschuss einer Mitfinanzierung der Maßnahmen an den genannten Kunstschätzen.  Die Gesamtmaßnahmen kosten ca. 2.000 €, das Kunstreferat übernimmt 50%. Der Kirchenvorstand hat sich jetzt dafür entschieden, weil diese Kunstgüter sowieso abgenommen werden mussten und so die Restaurierung leichter fällt

 

Das Kruzifix vom Hochaltar, sicherlich 10 kg schwer

 

Die Engelsköpfe noch auf dem Schalldeckel. Der Schalldeckel wurde gleich bei der Abnahme gesäubert.

 

Viola Bothmann vor den 6 Engeln im Südschiff

 

Der auferstandene Christus, am Boden einer Südsäule

 

Beschallungsanlage - LAN/WLAN

 

Schon im ersten Quartal habe ich berichtet über den Kontakt zu Herrn Andreas Thomeczek der Firma Seis aus Hannover; diese Firma betreut "uns" seit 2007 (und ist bei weitem nicht so hochpreisig wie die Fa. Bose!); eine Finanzierungsmöglichkeit haben wir inzwischen, aber noch nicht abschließend, gefunden; außerdem gibt es einen digital-Innovationsfonds der Landeskirche- da wollen wir mal anklopfen. Es liegt ein Gesamtpaket der Firma vor, von dem wir nun einige Päckchen abstreifen müssen, aber wir wollen die Möglichkeiten schaffen, diese Päckchen irgendwann  zu öffnen. In dem Angebot zur "Beschallungsanlage" geht es um digitale Lautsprecher mit Abbildung von Sprache und Musik, mit gedämpften Nachhall, mit optimierter Sprachverständlichkeit und einer evtl. zukünftigen Kombination aus Bild und Ton.

In die Gedankengänge sind Benjamin Dippel und Jan von Lingen einbezogen, auch was die Kabelverlegung und die WLAN-Einrichtung angeht. Wir glauben, dass bei Wiedereröffnung unserer St.Sixti Kirche die Augen sehen und die Ohren hören werden- fast himmlisch.

 

Planung der Kabelverläufe, abgestimmt zwischen Bejamin Dippel und Andreas Thomeczek.

 

 

 

Das Grau muss weg

 

Im ersten Quartal meiner Berichterstattung ging es um den bereits 2013 geschriebenen Satz des Fördervereins "Das Grau muss weg"! Sie konnten bereits etwas über die Vermalung lesen.

 

Eine Ausschreibung hatte stattgefunden unter Mithilfe von Frank Wagner, ABK, die Firma Menke aus Göttingen wird die Gerüste aufbauen, die Firma Bernd Alberding, ein Mitarbeiter ist Restaurator, aus Bremke wird die Vermalung im Chorraum und in den Seitenschiffen vornehmen. Der Förderverein wird dieses Vorhaben, ganz unabhängig von der Flächenheizung der Kirche, finanziell schultern von den eingegangenen Spenden und diese somit der Kircheninnenrenovierung zuführen. Drittmittel von der Landeskirche "zur Verschönerung" können nicht beantragt werden, da es sich nicht um "Substanzerhaltung" handelt.

An dieser Stelle darf ich sicherlich im Namen der gesamten Kirchengemeinde der Landeskirche danken für die großzügige "Zur Verfügung stellen" von finanziellen Mitteln für unsere Kirche- ein Pilotprojekt! Und ohne die qualifizierte, engagierte Mitarbeit in unserem Kirchenamt um Petra Wendt herum könnten wir das hier vor Ort nicht schaffen- daher auch ein Dank in die Bahnhofstraße

 

Das nördliche Seitenschiff unter der Empore mit einer Freilegungsmusterachse durch Restauratorin Anja Stadtler im Jahre 2017

 

 

 

Ich hatte bereits im I. Quartal von der Elektrik gesprochen, die weitgehend marode ist; das Ingenieurbüro aus Chemnitz Niehlsen-Baumann mit Herrn M.Täubert hat vom KV den Auftrag bekommen, dieses Teilgebiet der Kircheninnenrenovierung fachlich zu begleiten. Eine Ausschreibung dieser Arbeiten erfolgte im April, an 14 Betriebe, viele aus dem näheren Umkreis. Die Submission erfolgte Anfang Mai; die Fa. Dette-Kulfürst aus Nörten-Hardenberg mit dem Geschäftsführer   Arno Biermann bekam den Zuschlag und die Pläne, was wohin mit welchen Kabeln wozu gelegt werden muss, auch mit Vorbereitung für Zukünftiges, was zur Zeit noch nicht finanzierbar erscheint. Wichtig: die gesamte Elektrik wird finanziert mit Geldern des Fördervereins (Spendengelder der Kirchengemeinde), der Klosterkammer (was die Beleuchtung des Hauptschiffes angeht) und der Kirchengemeinde aus Erlösen von der Gemeinde gehörenden Gebäuden. Eine Demontage der alten Leitungen muss natürlich auch erfolgen- zwei Bilder einer Verkabelung unter dem Tischaltarbereich sprechen für sich.

 

Leitungen unter dem Tischaltarbereich Richtung alte Heizung hinter Kirchplatz 7!!

 

"Stromverteilerzentrale" im Unterkellerbereich vor dem Chorraum

 

 

Abschnitt archäologische Untersuchungen und Ergebnisse

 

Bei den Vorarbeiten zum Einbau der neuen Flächenheizung haben wir schon im Herbst mit Herrn Dr. Michael Geschwinde vom NLD und Herrn Dr. Stefan Teuber von der Stadt Northeim Probebohrungen durchgeführt, um in der Folge nicht auf archäologische Funde zu stoßen, die den Zeitplan beeinflusst hätten. Ende Mai/Anfang Juni durfte ich, Christian Steigertahl, Grabungshelfer sein von unserem Stadtarchivar Stefan Teuber, der von der Ausbildung her ein Archäologe ist. Es hat Spaß gemacht, im Steinsand zu buddeln- wir waren beide verschwitzt, dreckig und glücklich, als wir Teile der Vorgängerkirche fanden. Dazu einige Bilder und NNN-Artikel. 

 

Probebohrungen im Herbst 2019

 

Dr.Stefan Teuber und Grabungsgehilfe

 

Dr. Stefan Teuber bei der Skizzierung und Dokumentation

 

Fundament einer Vorgängerkirchensäule ca. 1250 n.Chr.

 

einen Ausschnitt von Alfred Hurg über die Steinmetzzeichen in St.Sixti aus dem Jahre 1926

 

Dr. Stefan Teuber an der Wärmestation nahe der Brauttür

 

Ein Stein mit einem Steinmetzzeichen in der Wärmestation nahe der Brauttür, das man auch wiederfindet an der Säule nordöstlich zum Chorraum

 

Zwei Mitarbeiter der Fa. Bachmann & Wille "das macht viel Spaß, hier in Ihrer Kirche zu arbeiten"

 

Die fertige Treppe; die Steinelemente der Vorgängerkirche sind mit biovlies abgedeckt und für unsere Nachwelt erhalten.

 

Artikel über die Ausgrabungen in der NNN vom 11.06.2020

 

Artikel über die Ausgrabungen in der NNN vom 11.06.2020

 

 

Ausschnitt aus dem Grabungsabschlussbericht , auch geschrieben für die Benehmensherstellung mit dem NLD- Außenstelle Braunschweig UDSchB Northeim

 
Ausschnitt aus dem Grabungsabschlussbericht , auch geschrieben für die Benehmensherstellung mit dem NLD- Außenstelle Braunschweig UDSchB Northeim
 
Ausschnitt aus dem Grabungsabschlussbericht , auch geschrieben für die Benehmensherstellung mit dem NLD- Außenstelle Braunschweig UDSchB Northeim
 
Trotz Corona - es geht weiter …..
 
Unsere Kircheninnenrenovierung wird weiterhin mit großem Elan betreut vom Ingenieurbüro Niehlsen-Baumann in Chemnitz, unser Ansprechpartner für Heizung und Elektrik ist Matthias Täubert. Alle anderen baulichen Maßnahmen betreut Frank Wagner vom Amt für Bau- und Kunstpflege in Göttingen.
Aus Rudolstadt kommt unsere Heizungsfirma- Jörg Reinhardt ist Inhaber des Familienunternehmens, und mit wenigen Männern haben sie an einem Tag alle Wandheizungen entfernt- jede ca. 250 kg schwer. Das war Anfang April.  Gleichzeitig wurden alte Schächte auf der Südseite und Nordseite geschaffen. Da lagen dann die Heizungen auf dem Boden; Schrotthändler Jacobi aus Angerstein hat sie alle mit Hublader eine Woche später abgeholt, ca. 9 Tonnen- das hat uns ein Frühstück mit den Leuten gekostet. Der Schrottpreis gehörte dann ihnen.
Bachmann und Wille aus Weende mit der Leitung Matthias Fixl (Herr Bachmann hat Ende der 90-er Jahre schon mit Herrn Wilfried Weidele Steinmetzzeichen katalogisiert!) haben dann die Fußbodenplatte aufgenommen, Bodenöffnungen und Bodenschlitze im Unterbeton geschaffen und Fräsearbeiten durchgeführt. Mit dem Estrichleger Michael Kunde aus Lagershausen gab es Ortstermine- musste doch der Boden und die Neigung ausgeglichen werden, denn der Boden ist vor dem Chorraum 4 cm höher als im Turmbereich. Steinmetzmann und Estrichmann sprachen die gleiche Sprache, Dämmschüttung und Randdämmstreifen und Dünnbrettmörtel und Dehnungsfugen- alles im gegenseitigen Verständnis für das Projekt St. Sixti gut gelöst.
Es folgen einige Bilder aus dieser Phase der KIR.
 
Jörg Reinhardt
 
Ortstermin mit M.Kunde, J.Reinhardt, C.Steigertahl, Sohn Reinhardt, F.Wagner, M.Täubert und G.Jauch vom 22.04.20
 
Die abgebauten Heizungskörper und den Schacht für die Unterflurkonvektoren an der Südseite.
 
Jacobimänner, die den Heizkörper der Empore nach unten gleiten lassen

 

Jacobimänner, die den Heizkörper der Empore nach unten gleiten lassen

 

Jacobimänner, die den Heizkörper der Empore nach unten gleiten lassen

 

Gemeinsames Frühstück nach der Arbeit Mitte April

 

Ortstermin mit M. Bachmann, M.Fixl, M.Kunde und F.Wagner (ABK) Anfang Mai 20

 

Fußbodenaufbau neu im Hauptschiff

 

Fußbodenaufbau neu im Chorraum

 

Ortstermin Ende Mai mit Fixl, Kunde, Wagner und Schlosser Rojas, der im Chorraum die Heizungsgitter bis zur Chortreppe neu schweißen wird.

 

Kabelbodenkanal im Mittelschiff

 

Alte Chorstufen horizontal unten verkürzt, also alte Stufen wieder verwendet

 

 

 

 

I. Quartal 2020

 

Eine Baubesprechung unter der Leitung von Michael Täubert aus Chemnitz vom 26.03.2020 brachte uns erstmalig zusammen mit Jörg Reinhardt aus Rudolstadt, der das günstigste Angebot von über 20 angeschriebenen potenziellen Bietern abgegeben hat (es gab nur drei Angebote, zwei, die sehr, sehr  weit über dem Budget lagen). Die Heizungsbaufirma hat in allen Kirchen in Weimar mitgewirkt- der lange Weg nach Northeim ist etwas problematisch, aber sein erster Eindruck war "die Kirche ist noch ein einem guten Zustand"- er ist anderes gewohnt gewesen. Im gebührenden Abstand haben wir den Fortgang beraten mit Ulrich Bartels, Vertreter ABK von Frau Katharina Körner, mit Axel Holst, Vertreter ABK für den erkrankten Frank Wagner, Herrn Matthias Fixl der Fa. Bachmann & Wille und mir.

Die jetzigen Heizkörper werden in der Karwoche abgebaut und zur Firma Resebeck/Gröschel gebracht, dann wird das Ingenieurbüro den 4 cm Höhenunterschied des vorhandenen Unterbetons präzisieren (von Ost nach West geht es um 4 cm "bergab") und die Steinmetzfirma wird die Bodenplatten auf den Kanälen aufnehmen. 

 

Bauberatung vom 26.03.2029 mit COVID-19 nötigem Abstand

 

 

Aktennotiz der Baubesprechung- man sieht, mit welchen Einrichtungen wir bereits Kontakt aufgenommen haben

 

 

Aktennotiz der Baubesprechung- man sieht, mit welchen Einrichtungen wir bereits Kontakt aufgenommen haben

 

Aktennotiz der Baubesprechung- man sieht, mit welchen Einrichtungen wir bereits Kontakt aufgenommen haben

 

* * *

 

In unserer Klausurtagung in Mariaspring im Februar diesen Jahres haben wir uns auch Gedanken dazu gemacht, dass nach behaglicher Fußbodenheizung, die man nicht sieht, nur spürt, und neuer Teilbeleuchtung des Mittelschiffes ohne die Pendelleuchten, die uns den Blick auch nach oben schweifen lässt, dass dann noch was fehlt trotz der immensen Ausgaben, die bis dahin getätigt wurden, nämlich: DAS GRAU DER SEITENWÄNDE wird nach Wiedereröffnung viele Besucherinnen und Besuchern überraschen- so hatten sich die Menschen die Innenrenovierung nicht vorgestellt. Daher haben wir mit den Förderverein St.Sixti, der ja satzungsgemäß Drittmittel eingeworben hat und noch einwirbt für die KIR, überlegt, ob wir zumindest den Anstrich der Seitenwände irgendwie hinbekommen, vor allem finanziell. Frank Wagner und Christian Steigertahl trafen sich Anfang März mit einen Restaurationsmalerfachbetrieb, der einen Kostenvoranschlag erstellte, sodass wir auch eine Ausschreibung machen wollen; dafür müssen Gerüste aufgestellt werden- noch bevor die neuen Steinfußbodenplatten verlegt werden.  Das sind unsere Gedanken Anfang April 2020- ich werde hier über den Fortgang berichten; der Förderverein hat sich bereits positiv zur Seitenwandmalerei geäußert. 

 

Die nördliche Seitenwand unter der Empore, die aus klimatischen Gründen bestehen bleibt- die Musterachse wird zum Teil erhalten.

 

Die südliche Seitenwand im verschmutzen GRAU

 

Die Seitenempore aus ungewöhnlicher Perspektive

 

 

* * *

 

Gemeinsam haben wir, das Chemnitzer Ingenieurbüro mit Lutz Baumann und Michael Täubert an der Spitze, das Amt für Bau- und Kunstpflege mit Frank Wagner und uns überlegt, dass die ganze Technik, die zur Zeit in der Sakristei gelagert ist, in die Nähe des Turmraumes gebracht wird, wohl in einen extra verschließbaren und begehbaren Schrank unterhalb der Treppe bei der Brauttür. Technik, die sowohl die Beheizung steuert als auch die Akustik- bisher musste bei Mikrofonproblemen die Küsterin in die Sakristei laufen und für Abhilfe sorgen. Da in den letzten Monaten die Akustik auch nicht mehr den richtigen Anklang fand und die Anlage nach 10 Jahren auch veraltet ist, haben wir an eine neue, besser steuerbare Mikrofon- und Lautsprecheranlage gedacht, die auch für den Organisten von Vorteil ist, wenn er von oben "uns unten" begleitet. Ich glaube, eine solche Anlage würde von vielen Gottesdienstbesuchern gewünscht- allerdings ist dafür (noch) kein Topf vorhanden, aus dem sich diese Erneuerung finanzieren lässt. Evtl. wollen wir einen Teil finanzieren aus dem freiwilligen Kirchgeld, einen anderen Teil evtl. aus dem eingesparten Energieverbrauch der Kirche. Die Kosten liegen bei ca. 20.000 €- auf jeden Fall werden wir die entsprechende Verkabelung schon verlegen- Andreas Thomeczek der Fa. Seis hat uns vor Ort beraten.

 

Hier das Zentrum unserer jetzigen Mikrofonlautsprecheranlage in der Sakristei

 

Das Bild zeigt den Ort der Lautsprecher im Chorraum

 

Zwei Stellen im Hauptschiff für Lautsprecher- das würde reichen

 

Ein Sprachlautsprecher auf der Empore

 

* * *

 

 Am 1.März , dem 1.Sonntag der Passionszeit- INVOKAVIT- er ruft mich an, darum will ich ihn erhören- haben wir einen Baustellengottesdienst gefeiert, im leeren Chorraum vor dem eingehausten Hochaltar mit Blick auf die ebenfalls staubdicht eingehauste Orgel. Frau Christine Hahn und Christian Steigertahl hatten die Stühle aus der Sakristei geholt, die Bodenplatte, die in der Kinderkirche den Weg in den Untergrund zur Heizung verdeckt, diente als Altar, aufgelegt auf die gleich hohen Armlehnen zweier Sessel. Darauf dann Kerzen und das "Lieblingskreuz" von der Küsterin, das sie in der Läutekapelle aufbewahrt hält und nur wenigen bekannt ist. Die Predigt hielt der Superintendent Jan von Lingen, die Kantorei mit ca. 60 Sängerinnen und Sängern gaben zwischendurch die Töne an, begleitet von Benjamin Dippel auf dem e-piano. Nach den kalten, beeindruckenden 45 Minuten gab es eine Aufwärmphase im Gemeindehaus bei Tee, Kaffee und Gebäck. 

 

Vorbereitung mit Küsterin Christine Hahn

 

 

 

Der improvisierte Altar mit Eisendeckel aus der Kinderkirche und dem Lieblingskreuz von C.Hahn

 

 

Die Gemeinde hat Platz genommen und die Kantorei wird hocharmig von Benjamin Dippel dirigiert

 

 

Die Gemeinde hat Platz genommen und die Kantorei wird hocharmig von Benjamin Dippel dirigiert

 

 

 

 

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In Vorbereitung der Planung der Flächenheizung sind wir dem Rat (2019) des Chefs des Bauamtes der Landeskirche Werner Lemke gefolgt und haben, um die Positionen der Unterflurkonvektoren und Wärmestationen sicher fest zu legen, eine Beheizungssimulation vornehmen lassen. Beauftragt wurde Prof. Dr. Ing. Gunter Lauckner von der Hochschule für Technik und Wirtschaft- Zentrum für angewandte Forschung und Technologie- der dann im November 2019 die ersten Messungen mit seinen Mitarbeitern F .Kunze und C. Klotzsche durchführte. In einer großen Runde stellte er uns die Ergebnisse am 12.02.2020 vor. Der Leiter des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz (NLD) Kim Kappes sagte anschließend: "So einen brillanten Vortrag über dieses Thema habe er noch nie erlebt, auch nicht bei der Renovierung der Herderkirche in Weimar". Unsere Kirchengemeinde und Lutz Baumann vom Ingenieurbüro haben sehr von der Untersuchung profitiert

 

Das Bild zeigt Prof. Lauckner mit seinen Mitarbeitern Kunze und Klotzsche bei den einfach aussehenden Messungen im November 2019

 

Das Bild zeigt Prof. Lauckner mit seinen Mitarbeitern Kunze und Klotzsche bei den einfach aussehenden Messungen im November 2019

 

Das Bild zeigt Prof. Lauckner mit seinen Mitarbeitern Kunze und Klotzsche bei den einfach aussehenden Messungen im November 2019

 

Plan der Flächenheizung von Lutz Baumann

 

Prof. Gunter Lauckner beim Vortrag über die Beheizungssimulation am 12.02.2020 -  Von links nach rechts: Lauckner, Baumann, Grote, Möller-Kühn, Teuber, Sterzing, Wagner, Kappes, Hahn, Otte, Kunze, Klotzsche

 

Prof. Gunter Lauckner beim Vortrag über die Beheizungssimulation am 12.02.2020 -   Lauckner, Baumann, Grote, Möller-Kühn, Teuber, Sterzing, Wagner, Kappes, Hahn, Otte, Kunze, Klotzsche

 

 

Herr Baumann, der den Anwesenden seinen Plan mit Bezug auf die Erkenntnisse der Beheizungssimulation erklärt

 

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Die Vorbereitungen für die einzubauende Flächenheizung liefen seit Ende des letzten Jahres an. Probebohrungen fanden statt unter der Aufsicht von Michael Gschwinde vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz und unserem Stadtarchivar Stefan Teuber, eigentlich Ärchäologe und daher besonders interessiert. Gruften oder Gräber wurden nicht gefunden- wenn dann die Wärmestationen eingebaut werden, wird noch einmal ein besonderes Augenmerk darauf verwendet. Nach der Ausschreibung für diese Steinfußbodenarbeiten hatte die Firma Bachmann & Wille das beste Angebot abgegeben, auch schon deshalb, weil Steinmetz Matthias Fixl die Leitung hat, ein Mitarbeiter, der schon im Rahmen der Arbeiten an allen Fenstern der Kirche in Zusammenarbeit mit der Firma Schneemelcher und Nicole Sterzing unsere Kirche sehr gut kennt. Das Holzparkett wurde als Sondermüll entsorgt, die Steinplatten nummeriert und nun außen südlich der Kirche gelagert in Wartestellung des Wiedereinbaus.

 

Das Bild zeigt vom 21.10.2019 die Stanze des Bohrloches, dann Matthias Fixl beim Abheben einer Steinfußbodenplatte und den Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber als Fachmann für die "Unterwelt".

 

Das Bild zeigt vom 21.10.2019 die Stanze des Bohrloches, dann Matthias Fixl beim Abheben einer Steinfußbodenplatte und den Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber als Fachmann für die "Unterwelt".

 

Das Bild zeigt vom 21.10.2019 die Stanze des Bohrloches, dann Matthias Fixl beim Abheben einer Steinfußbodenplatte und den Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber als Fachmann für die "Unterwelt".

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Bild von der Empore Mitte Februar 2020 mit den nummerierten Steinplatten

 

Lagerung der Steinplatten geschützt vor Regen südlich der Kirche

 

 

Das Bild zeigt unsere KV-Klausur vom 21.02.-23.02.2020 in Mariaspring - Hauptthema war der weitere Fortgang der Kircheninnenrenovierung und die Nutzung der Kirche nach der Fertigstellung. Frank Wagner vom ABK war auch zugegen.

 

 

Das Bild zeigt unsere KV-Klausur vom 21.02.-23.02.2020 in Mariaspring - Hauptthema war der weitere Fortgang der Kircheninnenrenovierung und die Nutzung der Kirche nach der Fertigstellung. Frank Wagner vom ABK war auch zugegen.

 

 

 

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Im Rahmen der Flächenheizung in der Kirche (die ja zum größten Teil von der Landeskirche finanziert wird) haben wir uns Gedanken gemacht, dass wir gleichzeitig, wenn der Boden schon "aufgerissen" ist, die elektrischen Kabel und sonstige Stromversorgungen auch für die Beleuchtung anlegen, ebenso Freirohre für EDV oder LAN- Möglichkeiten.  Die Planung und Beratung haben wir nach ausgiebiger Diskussion auch dem Ingenieurbüro Baumann/Täubert übergeben. Vorher mussten wir die Finanzierung klären, denn es gibt KEINE Zuschüsse von Dritten- die Kirchengemeinde muss das selber stemmen. Dankenswerterweise haben wir nach Antrag im August 2019 eine Zusage über 40.000 € von der Klosterkammer Hannover bekommen, dann hat der Förderverein eine Summe in Höhe von 85.000 € beigesteuert und die Kirchengemeinde legte weitere 40.000 € dazu aus dem Verkauf des ehemaligen Gemeindehauses in der Teichstraße 38.

 

Der geplante Lichtverlauf

Das Bild zeigt Frank Wagner und Jens Täubert in Glockenturm Januar 2019 auf der Suche nach elektrischen Leitungen

 

Das Bild zeigt die Gruppe mit dem Präsidenten der Klosterkammer Hans-Christian Biallas bei der Scheckübergabe am 02.12.2019

 

Scheckübergabe

 

 

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In Vorbereitung der Steinfußbodenabnahme mit erheblicher Staubentwicklung wurden die Fenster der Nordseite und der Ostseite inklusive gesamter Chorraum bis zum Buschultefenster von innen mit Plastikfolien geschützt. Gerüste mussten dafür nicht aufgestellt werden, sondern Nicole Sterzing, verantwortlich für die Restaurierung aller Fenster, und Herr Christoph Diers aus Lippstadt sind mittels seiner Hebebühne in die Luft gegangen, mit maßgeschneiderten Folien und der Möglichkeit, die Deckenschlusssteine von ganz Nahem zu sehen und zu fotografieren. Da die Hebebühne nun mal da war, ist auch Michael Feller, Lichtberater aus Gehrden, der uns schon 2014 und erneut 2019 eine Beleuchtung der Kirche vorgeschlagen hat, vor Ort gewesen am 15.01.2020 und hat sich die Kapitellensimse angesehen. Christian Steigertahl ließ es sich nicht nehmen, der Decke näher zu kommen. Das Beleuchtungskonzept wurde bereits im Kirchenvorstand 2019 vorgestellt, über die Finanzierung berichte ich später. 

 

Nicole Sterzing und Christoph Diers schützen die Kirchenfenster

 

Nicole Sterzing und Christoph Diers schützen die Kirchenfenster

 

 

Christian Steigertahl zeigt auf Sixtus im Abstand von 10 cm

 

Das Bild zeigt die Orte der Leuchtkörper auf dem Grundriss praktisch in Höhe der Kapitellen.

 

 

Michael Feller auf der Hebebühne in Höhe einer Kapitelle

 

 

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In der 2.Kalenderwoche wurde dann der Strom abgeschaltet, die elektrische Versorgung der Turmuhr und des Glockengeläutes wurde jedoch belassen. Zwei mobile Starkstromkästen wurden installiert.

Mit der Stadt Northeim wurde schon im Sommer vereinbart, dass die roten Bänke mit Hilfe des städtischen Fuhrparks per Lastwagen an den Lohgraben gebracht wurden, wo sie bis Ende des Jahres klimatisch gut aufbewahrt werden können. Das tat die Stadt für ihre Stadtkirche.

Ansonsten wurden in der zweiten und dritten Kalenderwoche mit der Restauratorin Viola Bothmann und dem Tischlerrestaurator Veit Grünwald Kanzel und Altar eingehaust, die Taufe abgebaut und die anderen Altäre staubsicher verpackt.

 

Es folgen nun einige Bilder aus dieser Zeit. 

 

Männer der Stadt transportieren am 09.01.2020 die Bänke weg 

 

Bänke auf dem LKW auf dem Weg zum Lohgraben

 

Kirche ohne Bänke mit Gerüst bei der Taufe, eingerüstete Kanzel und eingehauster Altar.

 

Abbau Chorgestühl und Lagerung in der Sakristei

 

 

Abbau Chorgestühl und Lagerung in der Sakristei

 

Einhausung Kanzel in der dritten Kalenderwoche

 

Notiz von 1968 in der Kanzel versteckt

 

Viola Bothmann mit dem auferstandenen Christus

 

 

Abtransport der Taufe in den Turmraum.

 

 

Kronleuchterabnahme mit Einzelteilen, Abnahme durch Herrn Buck aus Bielefeld, in der zweiten Kalenderwoche.

 

Kronleuchterabnahme mit Einzelteilen, Abnahme durch Herrn Buck aus Bielefeld, in der zweiten Kalenderwoche.

 

Hauptaltar mit Jesus am Kreuz- Abnahme

 

Hauptaltar mit Jesus am Kreuz- Abnahme

Hochaltareinhausung in der zweiten und dritten Kalenderwoche

 

Hochaltareinhausung in der zweiten und dritten Kalenderwoche

 

 

 

Weihnachtsbaumabbau am 10.01.2020

 

Weihnachtsbaumabbau am 10.01.2020

 

 Letzter Gottesdienst in der Kirche vor Beginn der Innenrenovierung am 5. Januar 2020.

Auszug aus der Kirche in das Gemeindehaus.

 

Auszug aus der Kirche am 05.01.2020- dem letzten Gottesdienst in der Kirche. Kreuz und Kerzen werden in das Gemeindehaus gebracht.

 

Abschied von der Orgel in der leeren Kirche durch die Kantorei am 10.01.2020 nach der freitäglichen Kantoreiprobe.

 

Abschied von der Orgel in der leeren Kirche durch die Kantorei am 10.01.2020 nach der freitäglichen Kantoreiprobe.

 

Einrüstung der Orgel am 13.01.2020 durch Fa. Menke (Gerüst) unter Anleitung des Orgelbauers Bente

 

 

Allgemeines

 

Die Kircheninnenrenovierung (KIR) ist schon lange in den Blick genommen worden noch vom Kirchenvorstand der Wahlperiode 2012-2018. 

 

2013 hat sich ein Förderverein konstituiert, damals mit Hans-Joachim Röwer als Vorsitzenden; nach seinem frühen Tod hat Rudolf Grote das Amt übernommen und wir unterstützt durch Meike Menkens, stellvertretende Vorsitzende und KV-Mitglied, Hannelore Otte, KV-Mitglied, Wolfgang Pehle, Vorsitzender des KV von 2006-2012 und Harald Kühle, bis 2000 selber auch KV-Mitglied.

 

Der Förderverein hat durch seine Aktivitäten (Deckenpatenschaften, Benefizkonzerte und Gestaltung des Tag des offenen Denkmals) Drittmittel eingeworben, die Kirchengemeinde hat durch Gebäudemanagement Häuser, die nicht mehr in der kirchlichen Nutzung waren, veräußert (Kirchplatz 3, Teichstraße 38, Seldeweg 33 und Entenmarkt 2) und somit einen Grundstock angelegt für die Finanzierung des riesigen Projektes.

 

Durch kritisch hinterfragte und dann auch gewechselte Beratung und Planung von Ingenieurbüros, empfohlen vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche, haben wir nun für die Beheizung der Kirche die Herren Baumann und Täubert, Ingenieure aus Chemnitz, beauftragt, eine behagliche Beheizung der Kirche zu schaffen, die ein Klima in der Kirche schafft, damit die wertvollen Kunstgüter und die inzwischen von Nicole Sterzing restaurierten mittelalterlichen Fenster für Jahrzehnte erhalten bleiben.

 

An der Finanzierung der Flächenheizung wird sich die Kirchengemeinde mit 250.000 € beteiligen- die restlichen ca. 900.000 € für Bau und Heizung und entsprechende Vorarbeiten zahlt die Landeskirche auch aus einem Topf "Klimaverbesserung in Kirchen zum Erhalt von Orgeln und Kunstgütern".