Schriftgröße: normal | groß | größer
 
Teilen auf Facebook   Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Kircheninnenrenovierung (KIR)

 

Hier berichtet Christian Steigertahl (Text und Bild)

über den Fortgang und den Abschluss der Kircheninnenrenovierung.

 

 

Aktualisiert am 26. September 2021!

 

 

 

Am Anfang finden Sie immer die letzte (aktuelle) Information.

Die Bildbeschriftung sehen Sie, wenn Sie mit dem Mauszeiger über das Bild fahren

 

 

III. Quartal

 

Schlussstein "Lutherrose"

 

Schlusstein Northeimer "N"

 
Nach den beiden Schlusssteinen ein Schlusswort

 

Mit den beiden Schluss-Steinen Lutherrose und N für Northeim möchte ich meine Berichterstattung mit Bildern seit dem ersten Quartal 2020 beenden. Es kann sein, dass keine Innenrenovierung eines Gotteshauses in der Landeskirche entsprechend begleitet und somit dokumentiert worden ist. Nach 20 Monaten KIR ist diese nun weitgehend abgeschlossen- es bleiben jedoch noch einige Optionen, die in der Zukunft bedacht werden können - Voraussetzungen dafür haben wir bereits geschaffen.

 

An dieser Stelle möchte ich im Namen des Kirchenvorstandes St. Sixti und damit im Namen der gesamten Kirchengemeinde herzlich danken für

 

-die Restaurierung der mittelalterlichen Fensterbilder von 1478

-die Restaurierung der Fenster 1898/99

den Bau der Fußbodenheizung

-die Renovierung des Innenraumes

-sowie die Erneuerung der Technik unserer St. Sixti-Kirche,

 

denen, die das ermöglicht, finanziert und unterstützt haben.

 

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Klosterkammer Hannover

Kunstreferat der Landeskirche

Niedersächsisches Amt für Denkmalpflege

Stiftung KIBA

Landeskirche Hannover

Kirchengemeinde St. Sixti

Kirchenkreis Leine-Solling

Förderverein an St. Sixti

Spenderinnen und Spendern des freiwilligen Kirchgeldes 2020 und 2021

 

Neben der finanziellen Unterstützung möchte ich mich auch ausdrücklich bedanken für die Umsetzung der Anträge und das Erstellen der Finanzierungspläne und für alle sonstige Begleitung bei:

 

Amt für Bau- und Kunstpflege

Kirchenamt Northeim

Kirchenkreisvorstand

sowie der örtlichen Presse, besonders NNN/HNA.

 

Ein ganz besonderer Dank gilt Lutz Borchardt, der meine Bilder und meine Texte gekonnt auf unsere Homepage gestellt hat- Respekt, Lutz!

 

In der Handwerkerandacht zitierte Pastor Stefan Leonhardt den Bibelvers:

Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.

 

In der gleichen Andacht zitierte ich Goethe mit seinem Satz:

Altes Fundament ehrt man, darf aber das Recht nicht aufgeben, irgendwo wieder einmal von vorn zu gründen.

 

Christian Steigertahl

 

* * *

 

Ökumenischer Gottesdienst am 19.09.2021

 

Die Ökumene wird in Northeim sehr gefeiert- eigentlich sollte der Gottesdienst auf dem Klostermarkt stattfinden- der aber fand nicht statt; Dechant Andreas Pape hatte "seine" Messe bereits in "seiner" Gemeinde angekündigt, so feierten gemeinsam evangelische (Jan von Lingen), reformierten (René Lammer) und freikirchliche  (Albrecht Gralle) Christen nach langer Zeit mal wieder "bei uns" in St. Sixti mit anschließendem Kirchkaffee und Kirchenplätzchen, gebacken von Renate Borchardt

 

Bis auf den letzten Platz war die Kirche besetzt- in gehörigem Abstand, COVID-19 geschuldet.

 

Die Festwoche endete mit dem Tag des offenen Denkmals, nachdem am Tag zuvor Kinder die Kirche entdecken konnten unter Leitung unserer Pastorin Karin Gerken-Heise. 

 

Der Steinmetz Claus-Dieter Bachmann, der vor 31 Jahren die Kirche saniert hatte- von außen- seine erste Bauleiterstelle- in bester Zusammenarbeit noch mit unserem vor wenigen Jahren verstorbenen Küster Wilfried Weidele, erzählte zu den unterschiedlichen Steinsorten und Steinmetzzeichen den interessierten Gästen "alles", und auch Nicole Sterzing war anwesend, um über Glasmalereien zu sprechen und zu zeigen, dass Farben auch nach über 550 Jahren wieder leuchten können.

 

Herr Bachmann mit Gästen auf der Nordseite der Kirche

 

Nicole Sterzing mit einem herausgenommenen Feld

 

Am 05.01.2020 sind wir aus der Kirche ausgezogen- nun nach 20 Monaten am 05.09.2021 wieder eingezogen. Für viele Gottesdienstbesucher:innen und auch für den Kirchenvorstand, dem Pfarramt und der gesamten Kantorei Momente der Freude mit Gänsehaut. Jugendliche brachten Kreuz und Kerze und Bibel wieder auf den Tischaltar.

 

Kirchenvorstand, Pfarramt und Jugendliche wenige Minuten vor dem Wiedereinzug

 

Die Kantorei in Warteposition

 

Die Kantorei singt, die Gemeinde steht, der Tischaltar ist noch nicht gedeckt- welch ein erhabener Moment

 

Dank von Birgit Möller-Kühn an den Förderverein mit Hannelore Otte, Meike Menkens und Rudolf Grote

 

Am gleichen Abend wurde Sönke Ehrhardt, hier an der Seite seiner Frau, von Pastor Stefan Leonhardt in sein Amt eingeführt

 

Am Abend des großen Tages mit zwei Gottesdiensten small talk auf dem beliebten Kirchvorplatz

 

Tina Willms nach Ihrer Lesung am 07.09. mit ihrem Sohn der sie nicht nur auf dem Saxophon begleitet hat

 

Frank Wagner vom ABK und Prof. Thorsten Albrecht vom Kunstreferat der Landeskirche beurteilen die mittelalterlichen Fenster mit Abstand

 

Jennifer Berke, Petra Wendt (beide im Kirchenamt "für uns" da), Mechthild Weskamp-Steigertahl und Lutz Baumann aus Chemnitz beim Empfang am 08.09.2021

 

Bürgermeister Simon Hartmann mit Stadtarchivar Stefan Teuber und Denkmalschutzbeauftragte der Stadt Northeim Jelena Kaminski

 

Nach dem Empfang und dem Orgelkonzert Kirchvorplatzgespräche mit J.von Lingen, H.Otte, K.Kappes (verdeckt), F.Wagner, N.Sterzing, T.Albrecht und B.Möller Kühn

 

Fritz Baltruweit, begleitet von Jan von Lingen, beim Mitsingabend (mit Mund-Nasen-Schutz) am 09.09.

 

Der erste Besuch im Kirchenkreis Leine Solling von Regionalbischöfin Adelheid Ruck-Schröder galt der St.Sixti Kirchengemeinde

 

Sie zeichnete Christian Steigertahl mit dem Facettenkreuz der Landeskirche aus für sein Tun um die KIR

 

 

Die Festwoche zur Wiedereröffnung begann am 03.09. mit einer Handwerkerandacht "zur Mahlzeit" und endete am 12.09. mit dem Tag des offenen Denkmals (mit 270 Besuchern).

 

Es ist geschafft!

Die Türen der St. Sixti-Kirche öffnen sich wieder.

 

 

TUT MIR AUF DIE SCHÖNE PFORTE

Festwoche zum Wiedereinzug in die St. Sixti-Kirche

 

 Freitag, 3. September, 13 Uhr

„Handwerkerandacht zur Mahlzeit“

ANDACHT für alle, die an den Bau- und Renovierungsmaßnahmen beteiligt waren

(Stefan Leonhardt)

 

Samstag, 4. September, 9 / 9.45 / 10.30 / 11.15 Uhr

„Du stellst meine Füße auch weiten Raum“ (Psalm 31,9)

Einschulungsgottesdienste der Martin-Luther-Schule

(Karin Gerken-Heise/ Meike Davids)

 

Sonntag, 5. September, 10 Uhr

„Tut mir auf die schöne Pforte“

Musikalischer Festgottesdienst

(mit Chören an St. Sixti und Blechbläserensemble)

 

14-18 Uhr Offene Kirche und Musik

 

18 Uhr „Herr bleibe bei uns“ - Evensong

Abendgottesdienst mit Einführung von Küster Sönke Ehrhardt

 

Dienstag, 7. September, 19 Uhr

„Momente, die dem Himmel gehören“

LESUNG mit der Autorin Tina Willms

 

Mittwoch, 8. September, 19 Uhr

„300 Jahre Gloger-Orgel“

Orgelkonzert mit Kreiskantor Benjamin Dippel

 

Donnerstag, 9. September, 19 Uhr,

„Gott gab uns Atem, damit wir leben“

MITSING-KONZERT mit dem Liedermacher Fritz Baltruweit

 

Freitag, 10. September, 19 Uhr

„Ich singe mit, wenn alles singt“

Offenes Singen mit der Kantorei St. Sixti

(Kreiskantor Benjamin Dippel)

 

Samstag, 11. September, 10-12 Uhr

„Kleine Kirchenforscher unterwegs“

Eine Entdeckungstour für Kinder

(Karin Gerken-Heise/ Meike Davids/Kigo-Team)

 

Sonntag, 12. September, 10 Uhr

„Denk mal an…“

GOTTESDIENST MIT TAUFEN

(Stephanie von Lingen)

 

14-17 Uhr: Tag des offenen Denkmals

„Mittelalterliche Glasmalereien und steinerne Kostbarkeiten“

(Führungen zur vollen Stunde)

 

Ein Banner 1x3 m "Tut mir auf die schöne Pforte" weist auf die Termine hin.

 

Nach der Handwerkerandacht gab es MAHLZEIT mit Nudel- und Kartoffelsalat & Würstchen (und Senf) und ein Bier

 

Jeder Mitarbeiter der einzelnen Gewerke bekam eine Dankurkunde

 

 

 

Im Jahre 2011 hat Frau Dr. Elena Kosina einen Brief an das Kunstreferat der Landeskirche in Hannover geschrieben- die Kirchengemeinde vernachlässige die mittelalterlichen Fenster aus 1478- von innen mit Schimmel und Ruß behaftet und von außen ohne Schutzverglasung den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das Schreiben brachte den Stein ins Rollen, Kirchenvorstand und Förderverein wurden ab 2013 aktiv und letztendlich kann sich das Resultat sehen lassen; die Fenster, im Mai 2017 von Nicole Sterzing ausgebaut, sind im September 2021 alle wieder eingebaut, nachdem in der Kirche die klimatischen Voraussetzungen nun geschaffen sind; die Flächenheizung ist eben nicht nur für die Behaglichkeit der Besucher:innen da, sondern dient auch den Kunstgütern in der Kirche, von denen wir reichlich haben. In der Broschüre ist alles nach zu lesen, was das Projekt der Fenster angeht!

 

Dr.Elene Kosina brachte 2011 "den Stein ins Rollen

 

Die Broschüre (eine Auflage von 5000 Heften ist fast vergriffen) erklärt alles mit Bildern und wissenschaftlichen und theologischen Hintergründen

 

Nicole Sterzing, von einem Regenguss überrascht, zeigt ein Fensterfeld im Durchlicht

 

Das gleiche Bild im Auflicht

 

Ein besonderes Verfahren ist die Aufhängung der Bilder vor der Außenverglasung

 

Einbau einiger Felder von den drei Damen aus Erfurt auf wackeligem Gerüst

 

Kurze Pause der Damen- Birgit Möller-Kühn, Sabine Friedrich und Meike Menkens kommen schon zur KV-Sitzung- die Fensterfrauen arbeiten bis nach 21.00 Uhr

 

Die restaurierten Bilder waren drei Jahre klimatisch gut aufgehoben und für den Transport versichert

 

Zwei Gerüste an der Nordwand und einige behängte Felder

 

Kim Kappes vom niedersächsischen Amt für Denkmalschutz, selbst Glasrestaurator, lässt es sich nicht nehmen mit zu machen am letzten Tag, dem 08.09.2021

 

Letzte Aufhängungen am 08.09.2021- auf der Orgelempore Lutz Baumann, Chef des Ingenieurbüros in Chemnitz, und hinten links Nicole Sterzing mit Kim Kappes auf dem Gerüst

 

Nach 16 Monaten staubdichter Verpackung freuten sich Benjamin Dippel und Meike Davis "fast grenzenlos" auf die Betätigung der Manuale und Pedale; Ihre Stimmung war euphorisch, nicht jedoch der Gloger-Orgel: im Ein- und Aushausungsvertrag mit Orgelbauer Bente stand auch die Stimmung der "Königin der Instrumente", die in den ersten drei Tagen des Septembers erfolgte; Onno Kramer IN der Orgel, Ulrike Lehne u.a. VOR der Orgel- sehr zeitaufwändig.

 

Onno mit Benjamin

 

Auf Zuruf drückt Ulrike Lehne nur jeweils EINE Taste

 

Onno in der Orgel

 

Der Blick in das Kirchenschiff aus der Höhe des Gewölbes aus der Orgel

 

Orgelbauer Jörg Bente mit St.Sixti auf dem Heckfenster

 

Ganz oben aus der Orgel mit Pfeifen im Vordergrund und roten Bänken im Untergrund

 

BW Oktave 2- was immer das heißt

 

Ausgebaute Originalpfeife (Gloger) mit Bleifraß

 

Viola Bothmann und Frank-Peter Alpers aus Göttingen hatten viele unserer kostbaren Schätze eingehaust und eingepackt und restauriert und wieder gebracht. Perter-Michael Buck aus Bielefeld war zuständig für die beiden Kronleuchter- der östliche wiegt 50 kg!!

 

Nischen des Kanzelkorbs, in denen bis 1964 die Apostelpappmaché standen (die wir noch haben- marode!!). Der Nischenhintergrund war ein Lautsprechergeflecht- nun haben wir Holzplatten zurecht geschnitten und eingesetzt. Außerdem wurde der Kanzelkorb und das Lesepult neu gestrichen in der Farbe der Emporen.

 

Viola Bothmann und Sönke Ehrhardt verschaffen dem 20 kg schweren Gekreuzigten wieder seinem angestammten Platz

 

Die Taufe wartete 18 Monate im Turmraum- nun steht sie wieder etwas nach Süden versetzt mit Hilfe von Gerüst und Kettenzug

 

Die Christusfigur war versteckt in der Vorbälgekammer- nun entdeckt man sie wieder am Wendelstein (1519!).

 

Die Kronleuchter sind inzwischen schon wieder zum Einsatz gekommen- zuletzt beim feierlichen Einzug in die Kirche am 05.09.2021

 

Die Kronleuchter sind inzwischen schon wieder zum Einsatz gekommen- zuletzt beim feierlichen Einzug in die Kirche am 05.09.2021

 

Die Kronleuchter sind inzwischen schon wieder zum Einsatz gekommen- zuletzt beim feierlichen Einzug in die Kirche am 05.09.2021

 

Die Kronleuchter sind inzwischen schon wieder zum Einsatz gekommen- zuletzt beim feierlichen Einzug in die Kirche am 05.09.2021

 

Trotz bestellter "professioneller" Reinigung gab es viele Ecken und Flächen, die den Staub der letzten Monate noch "bei sich" behielten. Anfang August trafen wir uns- zu Mittag gab es Kartoffelsalat und Würstchen (und Senf). Gemeinsam kann Putzen auch viel Spaß machen, zumal man sieht, das man was gemacht hat.

 

Schattenbilder der beiden Damen Borchardt & Samse

 

Der Superintendent auf einem Bein

 

Ehepaar Sandra und Sönke Ehrhardt entstauben das Sakramentshäuschen

 

Das waren die Saubermacher:innen mit frohen Gesichtern

 

Die Mitarbeiter der Neuen Arbeit ("Brockensammlung") um Tischlermeister König haben die Heizungsrohre verkleidet- sehr elegant und formschön. Die Geräusche, die dort entstehen, können bei großen "Werken" ausgestellt werden, genau so die seitlichen Unterflurkonvektoren. Die Flächenheizung wird per Fernsteuerung aus Zwickau über den Schreibtisch von Michael Täubert in Chemnitz überwacht und vor Ort auf dem PC von Benjamin Dippel übertragen, der die Mitdenker in den genannten Städten das "Kirchenprogramm" mitteilt.

 

Herr Steinberg Anfang August- der sehr große Schrank wirkt unauffällig.

 

Wir befinden uns im Heizungsraum mit den drei Heizkesseln. Herr Schneider, Benjamin Dippel und Sönke Ehrhardt hören zu und ergänzen.

 

Ein Fühler nordwestlich "ganz oben"- wie man am steinbewachsenen Flügel sehen kann. Wind und Regen werden frühzeitig erkannt- die Fensterflügel schließen sich.

 

Über die Natursteine des Fußbodens, die zuvor in der gesamten Kirche außer im Altarraum herausgenommen und an der südlichen Seite der Kirche gewartet haben auf Wiederverlegung, habe ich bereits viel berichtet und belichtet. Neue Steine sind dort verwendet, wo die Bänke im Hauptschiff und die Stühle in den Seitenschiffen auf Holzparkett (das als Sondermüll nicht preiswert entsorgt werden musste) standen. Ca. 800 m² wurden einzeln verlegt über den 8 km langen Heizungsschlangen der Flächenheizung, von den qualifizierten Mitarbeitern der Steinmetz-Firma  Bachmann und Wille aus Göttingen. Die Abnahme der Arbeiten erfolgte Anfang August.

 

Pausenraum der Steinmetze in der gewärmten Hieronymuskapelle

 

Die großen Säulen sind mit Dehnungsfugen umsäumt und werden mit Natursteinschotter umgeben.

 

Der verlegte Bereich vor der Hieronymuskapelle

 

Der Bereich vor der Heizungsanlage und zur "Läutekapelle" (1848 noch als Leichenkammer bezeichnet und auch so benutzt)

 

Die elektrische Versorgung der Kirche konnten nur gelingen mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins, der Klosterkammer und aus einem Teil des Verkaufserlös (2006!) des ehemaligen Gemeindehauses in der Teichstraße 38. Mehr als 8 km Kabel sind verlegt, die "Verteiler" finden wir in der Läutekapelle (ehemalig Raum für HERREN), in der Sakristei und auf dem Dachgewölbe.

 

Arno Biermann, Chef der Elektrofirma Dette-Kulfürst, erklärt unserem Küster Sönke Ehrhardt die Stromverteiler und deren Lokalisationen

 

Christian Steigertahl unterschreibt in Anwesenheit von M.Täubert, unseren Ingenieur aus Chemnitz, die Abnahmeerklärung der Elektrik

 

Blick nach oben zur Orgel und zur Decke - die Beleuchtung für die Orgelempore ist bewusst noch nicht erfolgt- evtl. im Rahmen der Orgelrestaurierung.

 

Die roten Sixti-Bänke waren ja eingelagert am Lohgraben von der Stadt Northeim, unentgeltlich, und dann von der Neuen Arbeit in Göttingen "aufgemöbelt" und mit Stahlschienen für Standsicherheit und Verbindung untereinander versehen.

Anfang August wurden sie zurück gebracht und aufgestellt. Der Abstand zwischen den Bänken ist nun von 40 auf 45 cm erweitert worden, hinten sind vier und vorne zwei Bankreihen weggefallen- so haben wir mehr Platz z.B. bei der Abendmahlsfeier oder unter der Orgelempore beim Kirchkaffee. 

 

Es warten die Bänke in der Kinderkirche (Nicolaikapelle)

 

Aufstellen der Bänke und man sieht die Metallschienen

 

Die Bankreihen von oben, noch ohne Taufe und mit zugehaustem Hauptaltar

 

 Nun bin ich in "meinem 7.Quartal" der Berichterstattung zur Kircheninnenrenovierung, die an Epiphanias 2020 begann mit dem Auszug aus der Kirche nun beendet wurde nach genau 20 Monaten am 05.09.2021- eine lange Zeit, in der Pandemie, sodass wir auf Gottesdienste in "unserer" Kirche verzichten mussten ( bis auf einige Baustellen-Gottesdienste und sogar 2021 mit Konfirmationen im Chorraum), allerdings eine sehr gute Anknüpfung an die Corvinusgemeinde bekommen haben- an dieser Stelle noch mal allerbesten Dank rüber über die Rhume an den dortigen Kirchenvorstand.

 

Viele Gottesdienstbesucher hatten in den letzten Jahren die Akustik bemängelt- daher haben wir uns dank des Fördervereins für eine neue Anlage entschieden, die inzwischen auch sehr gut funktioniert (wenn nicht zu viele daran rumfummeln); gleichzeitig hilft eine unter den Sandsteinfliesen gelegte Induktionsschleife das Hören für Menschen mit Hörhilfen.   

 

Mit roten Punkten versehen, die Lautsprecher, die uns die verkündeten Worte zu Gehör bringen.

 

Anfang Juli: Ein Mitarbeiter der Fa. Seis "bastelte" noch im alten Akustikschrank aus der Sakristei- der neue Schrank war auf dem Transport zu uns bereits defekt.

 

 

II. Quartal

 

Ende Juli wird ein Gerüst aufgestellt für drei der fünf Fenster der Nordseite; ein Rollgerüst auf der Empore wird für die restlichen zwei Fenster benötigt. Am 28.06. trafen sich Nicole Sterzing und Kim Kappes vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD), um die Feinheiten der Einhängung der restaurierten Fenster von 1476 zu besprechen- die Restaurierung war bereits 2018 abgeschlossen- seitdem warten sie auf ihre Rückkehr aus Seebergen bei Erfurt an ihren angestammten Platz. Anfang August wird es dann soweit sein.

 

Nicole Sterzing  zeitgt ein Musterfenster Kim Kappes

 

Drei Hände halten die kostbare Scheibe

 

 

Viola Bothmann und Frank-Peter Alpers, unsere Restauratorenteam aus Göttingen, haben mit Hilfe unseres Küsters Sönke Ehrhardt am 28.06. die Kanzel freigelegt und die restaurierten Engel und den auferstandenen Christus auf den Deckel gebracht und fixiert. Nun muss noch die Treppe mit Geländer zur Erhöhung der Prediger_Innen mit der Kanzel verbunden werden. Ein Gedanke kam auf, wie wir die Kanzelaußenseite ansehnlicher machen. Das wird dann der Kirchenvorstand entscheiden.

 
Das Restauratorenteam mit Sönke Ehrhardt und eine Kanzelholzverkleidungsplatte
 
Wenn man es nicht drauf schreibt, gehen Engel evtl. verloren

 

Mit Rollgerüst zum Kanzeldeckel mit dem ersten Engel

 

Letzte Vorbereitung für den Transport nach oben

 

Sehr vorsichtiger Aufgang

 

Nun steht der Auferstandene wieder auf dem einsamen Platz, umgeben von Engeln und mit Blickrichtung auf die Gemeinde

 

 

Die Vorbereitungsgruppe für diesen outdoor-Gottesdienst auf dem Gemeindeparkplatz hatte unterschiedliche Meldungen auf ihren Wetter-Apps, ja oder nein oder riskieren oder Polsterstühle der Gemeinde schonen (CS: "Michel aus Lönneberga weiß das nie vor nachher")- so entschieden wir uns für indoor-Gottesdienst unter der Leitung von Jens Gillner und Stefan Leonhardt. Letztendlich hatte es nur minimal genieselt, aber die Besucher_Innen waren beeindruckt von Licht, bestrahlter Orgel, neues Raumgefühl von gotischer Weite und Höhe, von der Predigt und der kirchenmusikalischen Begleitung von Benjamin Dippel an der digitalen Orgel und Meike Davids an der Trompete und VOR ALLEM mit den singenden Liedern der Kantorei aus dem Chorraum.

Heute, wo ich diese Texte schreibe, am 26.06.2021, ist genau vor 10 Jahren unser Kantor als Nachfolger von Antje Wissemann feierlich in St. Sixti eingeführt worden. Für die 10 Jahre bei uns bedankte sich im Namen des Kirchenvorstandes Rosi Leuze.

 

Indoor-Bestuhlung mit Hans Harer von hinten

 

 

Die Gottesdienstbesucher_Innen mit MN-Schutz und Luca-App-Nutzung und schriftliche Dokumentation der Feiernden und so...

 

Rosi Leuze gratuliert zum Zehnjährigen bei uns im Namen des Kirchenvorstandes und damit im Namen der ganzen Kirchengemeinde und sicherlich auch im Namen der ganzen Stadt mit Umkreis.

 

 

Enthausung der Gloger-Orgel

 

Dazu ein Bericht aus hallo Northeim vom 26.06.2021 "Gloger-Orgel ist enthüllt".

 

Mitarbeiterin und Mitarbeiter der Orgelbauerfirma mit Benjamin Dippel während sonniger Frühstückspause

 

Die Hülle ist zur Hälfte gefallen.

 

Enthüllt- die sogenannten "Ohren" werden noch am Prospekt befestigt.

 

Meike Davids und Benjamin Dippel freuen sich auf das Wiedersehen und noch nicht spielen mit der Orgel und der Tastatur- auf der KEIN Staub lag!

 

 

Bernd Alberding, der mit seinem Bruder Dirk die Beauftragung der Bemalung der Kircheninnenräume übernommen hatte (sie kommen aus Bremke bei Göttingen) , war so fasziniert von der Kirche, die sie in allen Höhen und Tiefen kennengelernt haben, dass er mich bat, in dieser Kirche seinen Antrag "um die Hand" seiner Frau Astrid zu wiederholen. Na klar- wenn ein Handwerk sich so sehr mit seinem Werken vor Ort identifiziert.

 

Anfang Juni war es gegen frühen Abend soweit- die Kirchengemeinde gratulierte dem Ehepaar mit den Kindern mit einer Flasche Sekt der Kirchenmusikstiftung an St. Sixti

 

 

Die Osternacht in St. Sixti- für viele Gemeindeglieder ein "muss"- mit vielen Kerzen nach dem Mitternachtsläuten und Anzünden der Osterkerze in 2,50 m Höhe. In diesem Jahr digital und dann gestreamt mit Benjamin Dippel und Stefan Leonhardt von der Baustelle. Die Pandemie und die Kircheninnenrenovierung haben sich irgendwie ergänzt, denn Analoges musste vielfach dem Digitalen weichen.

 

Ankündigung durch technikversierten Kantor Benjamin Dippel

 

Andacht mit Pastor Stefan Leonhardt und osterkerzenhaltender Kantor Benjamin Dippel.

 

Unser Pastor Stefan Leonhardt auf der Baustelle

 

 

Die Orgelempore wird nach einem gemeinsamen Frühstück (die Kirchengemeinde hat immer mal zwischendurch die unterschiedlichen Gewerke "zu Tisch" gebeten mit frischen Brötchen, belegt mit Fleischsalat und Handwerkermarmelade plus Zwiebeln) mit den Steinmetzen Aleksander Stachowicz, Rafael Bebel und Adem Kmiotek und den Tischlermitarbeitern Ulrich Steinecke und Dominik ausgeführt. Die verklebte Linoleumschicht musste entfernt werden, der Boden wurde abgeschliffen bis zur Orgelunterkante, der Cheftischler Jörg König und der Orgelbauer Jörg Bente vereinbarten das weitere Vorgehen und konnten so die eingehauste Orgel vor den Nebenwirkungen der Staubentwicklung schützen.

 

 

 Stärkung am frühen Morgen, wurde gerne gesehen und gegessen und diente auch dem Verständnis untereinander

 

Die beiden oben genannte Jörgs verabreden das weitere Vorgehen

 

Die aufsteigenden Treppenstufen sind die alten, auch wenn sie abgeschliffen wie neu aussehen.

 

Frank Wagner, der uns als Architekt der Landeskirche großartig betreut, steht auf der neu lackierten Orgelempore- der erhobene Arm zeigt auf die Folie der Orgel und galt nicht als Mahnung an die Mitarbeiter der Orgelbauerfirma Bente

 

Immer, wenn das Handwerk in die Nähe der Orgel kamen, waren Meike Davids und Benjamin Dippel zur Stelle.

 

"Ich sing dir mein Lied"- ein heruntergefallenes Notenblatt "zwischen Himmel und Erde".

 

 

Das Kruzifix (entstanden etwa um 1510- war evtl. "nur" ein Vortragekreuz bei Prozessionen?) des Hauptaltars  wurde im Januar 2020 abgenommen und in der Vorbälgekammer, jetzt Heizungsraum, aufbewahrt. Das Kunstreferat der Landeskirche hat sich an den Kosten einer Restaurierung beteiligt- diese wurde nun vorgenommen von Viola Bothmann und Klaus-Peter Alpers- Mitte Juni kam Jesus zurück in die Kirche und wird Anfang Juli nach Enthausung des Marienaltars( entstanden ca. 1420/1430) wieder an seinen Platz gestellt, vor dem Chorscheitelfenster mit dem auferstandenen Christus und dem Jonas-Walfisch.

 

So lagerte das Kruzifix auf der Fahrt von Göttingen nach Northeim

 

Restauratoren_Innen sind immer sehr vorsichtig.

 

 

Unsere roten Bänke haben über 14 Monate am Lohgraben gestanden, auf dem städtischen Fuhrpark. Dann wurden sie von der Brockensammlung in Göttingen abgeholt; Tischlermeister Jörg König und Schlossermeister Manuell Rojas haben sie geleimt, wo es nötig war, und mit Metallösen versorgt, und Mitte Mai nach den Konfirmationen zurückgebracht. Sie warten nun auf Aufstellung (zweite Juliwoche) und dann natürlich auf Besetzung.

Was immer auf uns zukommen mag- unser auch technikverliebter Kantor Dippel mit der etwas weniger technikverliebten Meike Davids konnten die von der KSN gesponserte Digitalorgel im Chorraum auf- und vorstellen- so sind wir musikalisch sehr viel mobiler.

 

Die roten Bänke warten in der Nicolai-Kapelle auf baldigen Gebrauch

 

Die Digitalorgel konnte schon bei den Konfirmationen bespielt werden. Der KSN wurde sie dann vor Ort vorgestellt und ihr, der KSN, gedankt.

 

 

Die Natursteine werden mit einer speziellen Mörtel-Zement-Mischung auf den von Matthias Kunde und seinen Mitarbeitern vorbereiteten Estrich verlegt- alle Verlegungsmaterialien sind nach vorheriger Prüfung miteinander kompatibel; die Mischung für die Steine wird pro Stein elektrisch und laut durch gerührt- das Zeitfenster zwischen Rührung und Verlegung ist eng. Der polnische Mitarbeiter Alekzander ist seit 20 Jahren im Steinmetzgeschäft- Herr Fixl der Fa. Bachmann, der die Leitung der Arbeiten hat, sagt "so gut könne er das nicht". Die Verfugung der Steine ist aufwändiger als man denkt- die Masse muss in die vorgefeuchteten Zwischenräume bis ganz nach "unten" eingespachtelt werden.

 

Die Steine sind alle nummeriert und gelangen dorthin, wo sie waren. Neue Natursteine werden auf die Flächen gelegt, die zuvor mit Holzparkett versehen waren (z.B. da, wo die roten Bänke standen)

 

Der Fußboden ist nahe des Chorraumes ca. 4 cm höher als am Ausgang zum Turmraum.

 

Der Estrichverleger Matthias Kunde bereitet mit seinen Mitarbeitern den Estrichboden vor mit Quarzsand, der nach 24 Stunden wieder abgefegt wird- so wird der Boden "griffiger" und die Oberfläche insgesamt erhöht zur besseren Haftung.

 

Aufwändige Verfugung auf Knien

 

Man kann sehr schön sehen, wo die neuen Steine verlegt wurden und die alten ihren Platz wieder gefunden haben.

 

Ende Juni ist die Verlegung fast fertig- das Glitzernde sind die Dehnungsfugen

 

Die harte körperliche Arbeit belohnen sich die Steinmetze mit "etwas" vom Grill- so nebenbei.

 

 

Im Rahmen der Planungen zur Flächenheizung der Kirche zur Erhaltung der mittelalterlichen Fenster und der Kunstgüter und natürlich für die Behaglichkeit der Kirchenbesucher_Innen hat der Kirchenvorstand bereits im November 2019 beschlossen, zumindest einen Großteil der Elektrik zu erneuern (ich hatte davon berichtet)- die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln der Gemeinde, der Klosterkammer und des Fördervereins St.Sixti. Damit wollten wir vermeiden, dass verlegte Natursteine und bemalte Wände aufgerissen werden müssen, wo der Zugang bereits angelegt war. Die helle Farbe der Wände und der Emporen und die Bemalung der "Dienste" an den Seitenwänden im Chorraum und in den Seitenschiffen werden nun von den LED-Lampen ins rechte Licht gerückt-strahlendes Glück. 

 

H.Wendt von der Fa. Dette-Kulfürst packt die Lampenschirme aus, die mit weißen Handschuhen auf die Leuchtdioden der Basisplatten befestigt werden.

 

Die gelben Vierecke leuchten- nix mehr mit Birne neu einschrauben

 

An der Südseite der Kirche fallen die Leuchten im "off-Zustand" kaum auf, sind länglich und unterstreichen so den gotischen Hallenraum

 

Die gleichen Leuchten im "on-Zustand"- diese Lichtquellen lassen sich dimmen

 

 

Ich hatte schon erwähnt, dass Ende April die bereits ganz sachte "laufende" Heizung ausgefallen war, und wir hatten den Eltern und den Kindern versprochen, dass die Konfirmation auf der Baustelle stattfinden kann, mit Abstand und MN-Schutz und Desinfektion und Selbsttest am gleichen Tag usw. ! Am ersten Mai-Wochenende waren es 7 Gruppen mit 28 Kindern, die 2020 eigentlich hätten konfirmiert werden sollen, am zweiten Wochenende ebenfalls 7 Gruppen, Konfirmanden_Innen Jahrgang 2021.

Das Wetter war sonnig, es war kalt, der Adrenalinspiegel erhöht und fast alle Familien haben diese Feier sehr intensiv und nah erlebt- die Baustelle war zur rechten Zeit im Chorraum und davor gut benutzbar; an dieser Stelle Danke an Michael Nolte, der den Marienaltar mit der Krönung Marias entsprechend verkleidet hatte.

 

Michael Nolte verkleidet mit einen Mitarbeiter den Hauptaltar- der Druck dieses Vlieses dauerte 6 Stunden.

 

Benjamin Dippel und Meike Davids bereicherten die Konfirmationen mit digitaler Orgel und Trompete und wechselnden Sänger_Innen der Kantorei.

 

Pastorin Karin Gerken-Heise leitete am ersten Wochenende im Mai die Konfirmationen; die einzelnen Familien saßen im Abstand und bemundschutzt im Chorraum

 

Die Einsegnung von vier Konfirmanden_Innen

 

Sicherlich ein sehr seltenes Konfirmandenbild, dass die Zwillingen der Familie Barghorn zeigt. (Die Familie ist mit der Veröffentlichung einverstanden)

 

 

Für die Konfirmationen im Chorraum musste dieser an einem Samstag gereinigt werden von einer professionellen Firma; ich ließ die Damen um 07.00 Uhr in die Kirche und wurde belohnt durch das Farbenspiel, das durch den Sonnenaufgang Ende April hervorgerufen wurde. Das Pfingstfenster in der Nicolaikapelle (oder Kinderkirche) , gestiftet von der Stadt Northeim im Jahre 1970 zum Ende des Patronats, projizierte seine Farben auf die Säulen in der Kirche.-In diesem Morgenlicht begannen dann die Reinigungsarbeiten, des Bodens, des Altarraumes und der Stühle, für die Konfirmationen.

 

 

 Das Bild zeigt die Farben von der Kapelle über den Chorraum bis ins Hauptschiff (von der Seitenempore aus geknipst); man sieht auch die beginnende Verfugung der Natursteine.

 

Farbenspiele auf den Säulen und der eingehausten Kanzel.

 

Bericht in der HNA

 

Ende Juni kam dann das "Bedien-Pult" , ca. 200 kg schwer und 230 cm hoch! Es ist die zentrale Schaltanlage (von Hagen Bremke aus Leinefelde-Worbis hergestellt) für die Steuerung der Heizung, die auf die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessungen reagiert und auch für die unterschiedlichen Veranstaltungen in der Kirche vorprogrammiert ist. Die Bilder zeigen, dass der Transport in den neuen Heizungsraum rechts von der Orgel auf dem Weg zum Glockenturm nicht von einer Person geschafft werden konnte. Der Probelauf der Heizung erfolgt noch im Spätsommer.

 

Das Paket mit dem "Bedien-Pult"

 

1/3 des Weges geschafft (hinterher waren es die Männer)

 

Die letzte Strecke der Schaltanlage in das neue Domizil in der Vorbälgekammer

 

Baujahr und sonstige Daten, die nicht jede/r verstehen muss

 

Die Schaltanlage neben den drei Heizkesseln

 

 

 

Ende März ist die Flächenheizung bereits verlegt und der Estrich zum größten Teil aufgetragen. "Eigentlich" wollten wir sie an den ersten beiden Wochenenden im Chorraum in Betrieb nehmen- denn da fanden ganztägig Konfirmationen an- davon später- aber es gab irgendwo ein Leck im Schlauchsystem oder eine Druckverlagerung- Denise Jauch aus Rudolstadt (Heizungsfirma) musste kommen und den Schaden unter der Kinderkirche (Nicolaikapelle) beheben.

 

Herr Jauch im Keller unter der Kinderkirche; rechts von ihm kommen die Flächenheizungsschläuche aus dem Chorraum zusammen.

 

Unser neuer Küster Sönke Ehrhardt mit Denise Jauch in der Vorbälgekammer rechts neben der Orgel, die den Druck der drei Heizkessel beobachten.

 

 

 

I. Quartal 2021

 

Die Maler waren zwei Wochen früher fertig, die Gerüste - vor allem im Chorraum -  konnten vier Wochen früher abgebaut werden. Der Estrichmann Matthias Kunde hat den Fußboden bereitet, sodass die Firma Bachmann und Wille mit Matthias Fixl an der verantwortlichen Spitze loslegen konnten mit der Verlegung der nummerierten Sandsteinplatten, die alle draußen mit Strahlwasser gereinigt werden. 

So werden wir den Chorraum und die danebenliegende Nicolaikapelle (Kinderkirche) für die Kleinkonfirmationen Anfang Mai nutzen können, mit Absperrungen zum Hauptschiff ab der Linie Kanzel/Taufe. 

 

Beginn im Chorraum mit den nummerierten, gesäuberten Sandsteinfliesen

 

 

Der polnische Mitarbeiter Julek, seit 20 Jahren im Geschäft, mit seiner Erfindung des Sandsteinfliesentransportes.

 

 

Die Steine werden mit Strahlwasser gereinigt

 

 

Die Steinmetze erklären Matthias Kunde (Estrich) und Frank Wagner (ABK) die Lage der Dehnungsfugen

 

 

Brotzeit am Hauptaltar

 

 

Ich hatte mehrfach erwähnt, dass wir im Kirchenvorstand beschlossen haben, die Kirche innen zu vermalen. Damit ist ja auch der Gerüstbau am Jahresende begründet. Nachdem sich viele aus dem KV und auch andere für den cremeweißen Farbton entschieden haben, legten die Mitarbeiter um die Brüder Dirk und Bernd Alberding aus Bremke los.

Alle Wände wurden abgewaschen, das Abwaschwasser speziell entsorgt, dann zweimal gestrichen. Zum ersten Angebot dann die Vermalung der 11 kleinen Dienste im Chorraum und der 8 Dienste in den Seitenschiffen- finanziert vom Förderverein. Dann ging ich mit dem Vorsitzenden des Fördervereins durch die schon weitgehend gestrichene Kirche- die Unterseiten der Orgelempore und der Seitenempore mit den Holzstützen verlangten nach Farbe, die es nicht umsonst gab. Zustimmung vom Förderverein.

Der Apotheker Wolfram Schmidt besah sich an einem Sonntag den Stand der Dinge, wollte gerne etwas Nachhaltiges tun und finanzierte die Bemalung der Turmeingangstüren, die Brüstungen der Orgel- und Seitenempore und die Vermalung der vier Türen von innen (Trautür, Orgeltür, Tauftür, Sakramentstür).

Wer demnächst die Kirche von innen sieht, welch ein heller Eindruck.

 

Nicolaikapelle/Kinderkirche im Jahr 2018  GRAU

 

 

Sakramentshäuschentür und Wandstelle der ehemaligen Holzgedenktafel im Jahr 2018 GRAU

 

 

Orgelempore südliche Heizung im Jahr 2018 GRAU

 

 

Die Maler waschen ab, bessern aus und malen cremeweiß

 

 

Ohne Ortstermine und Besprechungen der Gewerke untereinander geht es nicht. Rechts die Brüder Alberding

 

 

Das von Anja Stadler 2017 frei gelegte Zinnenbild aus 1848 bleibt erhalten

 

 

Dirk Alberding schlägt die Farbe für die kleinen Dienste vor

 

 

Das Maßwerk an der Nordseite wird akkurat bemalt in 14 m Höhe

 

 

Dirk Alberding malt die Querstreifen an den Diensten mit freier Hand

 

 

Ein heller Chorraum bei Tageslicht

 

 

Beginn der Emporenunterseitenbemalung

 

 

Unter der Seitenempore, mit Blick auch auf die Fenstergewände

 

 

Brüstung der Seitenempore in Bearbeitung von Daniel Weinert

 

 

Irgendwie ist auch die Orgelemporenbrüstung strahlender- hoffen wir auf baldige Intonationen

 

 

Es ist das Weiß der Wände

 

 

Die Tauftür von innen, liebevoll neu bemalt

 

 

Die Tauftür von innen, liebevoll neu bemalt

 

NNN vom 26.01.2021

 

 

Die Flächenheizung ist längst verlegt, der Estrich ebenfalls, die Heizung funktioniert, sowohl in der Fläche als auch an den drei Wärmestationen und den Unterflurkonvektoren an allen Wänden innen und im Chorraum.

Der Bezirksschornsteinfegermeister Henning Schmidt hat die drei Heizkessel "abgenommen", Zuluft bekommt die Heizung über drei von der Fa. Schneemelcher aus Quedlingburg angefertigte Fenster mit 21 Löchern, die 580 cm² Fläche ausmachen und damit genügen.

Die Nutzung der Heizung wird in Zukunft auf einem Tablet gesteuert, das mit dem Ingenieurbüro in Chemnitz und von dort mit der Firma Siemens verbunden ist, sodass jederzeit eine Fernwartung möglich sein wird.

 

 

Beirksschornsteinfegermeister Henning Schmidt bei der Abnahme der Heizung

 

 

Ein Mitarbeiter der Fa. Schneemelcher beim Einbau der drei neuen Scheiben.

 

 

Scheiben mit den runden Löchern für die Zufuhr der frischen Luft

 

 

Henning Bartels, kommissarischer Leiter des ABK, mit Frank Wagner, Matthias Fixl und Michael Täubert.

 

 

Möglichkeiten der Nutzungsprofile

 

 

Michael Täubert erklärt uns (Benjamin Dippel, Meike Davids, Sönke Ehrhardt (Küster bei uns ab 01.05.2021)) die Möglichkeiten der Heizungsnutzung.

 

 

Erinnern Sie sich noch an das Bild vom Januar 2020, als das schwere Kruzifix vom Hauptaltar genommen und auf den Tischaltar gelegt wurde- eine ungewöhnliche Perspektive?

Viola Bothmann und ihr Mitarbeiter Herr A. haben nun den Gekreuzigten aus unserer verschlossenen Gemeindebibliothek im Turm der Kirche abgeholt, Herr Daniel Weinert half dabei. Nun wird das Kreuz in Göttingen restauriert und zu 50% mitfinanziert durch das Kunstreferat der Landeskirche, Prof. Torsten Albrecht.

 

 

Viola Bothmann und Herrn A. in unserer Gemeindebibliothek, wo das Kreuz 14 Monate auf diesen Moment gewartet hatte

 

 

Maler Daniel Weinert mit dem 1,80 m großem Kreuz, das wir über das Emporengerüst etwas mühsam zur Erde brachten.

 

 

Nicole Sterzing, die Glasrestauratorin aus Seebergen bei Erfurt, die vor allem für die mittelalterlichen Fenster federführend das "Heft in der Hand hat", hatte frühzeitig auch in Übereinstimmung mit unserem Kantor Benjamin Dippel (der auch an die Fenster denkt, aber doch vornehmlich an "seine" 300 Jahre alte Glogerorgel) an die Fensterflügel gedacht, die per Fühler elektrisch reagieren auf Veränderungen des Raumklimas, was Luftfeuchtigkeit und Celsiustemperaturen angeht.

Auch für diese elektrische Versorgung mussten an vier Stellen die Wände bis 10 m Höhe geschlitzt werden; eine Probelauf zeigte die prima Funktionalität.

 

 

Das Foto zeigt an der Südseite die Lage der Fensterflügel vor deren Einbau

 

 

Fensterflügel im Chorraum mit Blick nach unten auf unser Haus Kirchplatz 7 (Kreisjugenddienst -  Jan Mönnich)

 

 

Fensterflügel an der Südseite des Chorraumes mit Blick in Richtung Wall-Anlage.

 

 

Nicole Sterzing in luftiger Höhe in Vorbereitung der Wiederanbringung der mittelalterlichen Fenster im Frühsommer

 

 

Osterfunken- ein Projekt der Landeskirche, wohl eher ein Gedanke vom Landesbischof Ralf Meister, viele Gemeinden der Landeskirche zu besuchen und ihnen zum Verteilen das Osterlicht zu übergeben in Form von A und O Kerzen. Das sollte auch geschehen in der Corvinus-Gemeinde und in der Sixti-Gemeinde.

 

Um dem Bischof vor Ort zu zeigen, dass viele Menschen sich Gedanken gemacht hatten, eine Kirche zu bauen, sind es doch immer Handwerker gewesen, die jetzt vor Ort wie vor 550 Jahren die St. Sixti Kirche erneut ertüchtigen. So kamen die aktuellen Handwerker auch zu einem landesbischöflichen Segen; ein Mitarbeiter hatte bei der Übergabe Tränen in den Augen, ein anderer erzählte mir, die Kerze hätte Ende Februar schon zu Hause auf dem Küchentisch geleuchtet.

Jens Gillner nahm die Kerzen für die Corvinus-Gemeinde in Empfang.

 

 

Meike Davids und Benjamin Dippel an Orgel und Trompete, die die Andacht umrahmten

 

 

Landesbischof hinter dem 'Leiteraltar' mit Osterglocken und Kreuz am Fußpunkt

 

 

Handwerker und Vertreter Amt für Bau und Kunstpflege und Kirchenamt sowie Hauptamtliche hören der Andacht zu

 

 

Kerzen an Daniel Weinert und Bernd Alberding, "unsere" Restaurationsmaler

 

 

Landesbischof Ralf Meister und Superintendent Jan von Lingen zeigen die unterschiedlichen Richtungen "in Kirche" auf.

 

 

Die redaktionelle Bearbeitung der Andacht in der NNN

 

 

Ich hatte bereits die Firma Betonabbruchtechnik (BAT) erwähnt, die mit viel Kraft und langen Bohrern für die Versorgung der Lichtleuchten mit Strom gesorgt haben. Die Leuchten wurden uns von Michael Feller, dem Lichtberater aus Gehrden, 2014 vorgestellt. Die Pendelleuchten mit wenig Lux verschwinden aus dem Hauptschiff, dafür leuchten nun die Strahler sowohl nach unten als auch nach oben auf die noch nicht renovierte Gewölbedecke mit den vielen Ornamenten. Jetzt sind die Wände hell, und die Decke erscheint  schmutzig. Vorher bei den grauen Wänden erschien sie wie bereits renoviert.

An dieser Stelle nochmals ein Dank an alle, die sich an dem Projekt "Deckenpatenschaften" vor einigen Jahren beteiligt haben.

 

 

Herr Wendt der Firma Dette-Kulfürst in 8 m Höhe auf einem Rollgerüst, der einen Strahler auf einer Kapitelle anschließt und befestigt

 

 

Das Foto zeigt auf den ersten Blick zwei Strahler; da, wo die roten Punkte sind, befinden sich die Strahler, die das "Oben" erhellen

 

 

Erster provisorischer Lichttest

 

 

Man sieht deutlich die erhellte Gewölbedecke und auch noch die Pendelleuchten im Chorraum, die vorerst wegen fehlender Finanzmittel so bleiben

 

 

Unser Diplomingenieur Michael Täubert aus Chemnitz betreut mit hoher Kompetenz und viel Einfühlungsvermögen - das er (und wir auch) braucht bei ganz wenigen beteiligten Handwerkern - das ganze Projekt seit Januar 2020 mit einer fast 9-monatigen Vorarbeit in 2019.

Er hatte es sich in den Kopf gesetzt und letztendlich recht behalten, die neuen Leuchtkörper von den Kapitellen (von Michael Feller, dem Lichtberater aus Gehrden schon 2014 und dann erneut 2019 vorgestellt) mit Stromkabeln von oberhalb des Seitengewölbes zu versorgen, "ganz einfach nach oben bohren". Das war jedoch nicht ganz einfach. Herr Weber von der Firma BAT hatte schon 2,50 m nach oben gebohrt, war aber noch nicht oberhalb des Gewölbes angekommen, wo die Stromverteiler eingebaut sind. Ein neuer Bohrer wurde bestellt, nach 4,50 m war man endlich am Ziel. Durch den Bohrkanal wurden 6 m lange Rohre gelegt  und durch diese die Kabel gezogen.

 

 

Plan der Jungs um Herrn Weber vom der BAT- eigentlich einfach

 

 

Bohrer zwischen den beiden roten Punkten und Herr Weber auf dem Rollgerüst

 

 

Probeloch (blau) und richtiges durchgehendes Loch (rot) im Turmbogen

 

 

Anfang der 6 m Plastikrohre für die Kabel

 

 

Mitarbeiter der Fa. BAT mit dem Bohrer.

 

 

Auf unserer Klausurtagung im Februar 2020 hatten wir beschlossen, auch für neue Farbe an den vergrauten Wänden der Kirche zu sorgen. Der Förderverein hat aus seinen Spendeneinnahmen das notwendige Geld zur Verfügung gestellt und später noch zugelegt. Darauf komme ich noch.

Ohne sichere Gerüsten geht es nicht in 14 m Höhe. Die Fa. Menke hatte die Ausschreibung gewonnen und war sehr kraftvoll beschäftigt.

 

 

Gerüste im Chorraum, der heilige Sixtus sieht gelassen auf den Fotoapparat herab.

 

 

Choremporenbrüstung und das Northeimer N im Schlussstein

 

 

Bild von ganz oben in Richtung Seitenempore über dem nördlichen Seitenschiff. Der fotografischen Standort war nicht ganz schwindelfrei.

 

 

Nördliche Seitenwand mit den noch nicht wieder eingesetzten mittelalterlichen Fenstern. Ganz hinten der Blick in die Büßerkammer.

 

 

Oberster Teil des Wendelturmes und die Lutherrose.

 

 

Im Dezember 2020 habe ich zuletzt über die Kircheninnenrenovierung geschrieben. Es geht ja nicht nur um die Fußbodenheizung, die die Landeskirche als Leuchtturmprojekt bezeichnet. Die Kirchengemeinde beteiligt sich mit 250.000 € an den Kosten. Je länger man in der Kirche auf der Baustelle verweilt, fallen viele Dinge auf, die wir zumindest rechtzeitig in den Blick genommen haben - wie Elektrik, Akustik, digitale Vernetzung mit vielen Möglichkeiten der Übertragungen aus dem Kirchenraum in die Häuser. Sicherlich auch ein Zusatznutzen in einer Zeit, in der sich durch die Pandemie vieles verändert hat. Im Folgenden bringe ich Bilder auch von der Vermalung und der Verlegung der Sandsteinfliesen.

 

 

Timo Wiegreffe mit Benjamin Dippel, die im Gemeindebüro die Verkabelung per LAN/WLAN in den Kirchenraum aufrüsten.

 

 

Kabel an der Säule vorne links, die auf Anschluss warten

 

 

 

2020

 

 

 

IV. Quartal 2020

 

Ein Ausblick auf das neue Jahr - es geht voran!

 

Am Freitag vor dem 4. Advent hatte die Fa. Menke die Gerüste für die Malerarbeiten aufgebaut.  Am Montag nach dem 4. Advent begannen die Maler der Firma Alberding aus Bremke mit ihrer Arbeit.

 

Hna vom 05.01.2021    Foto: Christian Steigertahl

 

Gerüst in der Kirche   Foto: Christian Steigertahl

 

Weihnachten 2020 - anders als sonst

Eine Komposition von Kevin Ivory.

 

 

 

 

Die Weihnachtslaterne außen an der Sixti-Kirche

 

Die Weihnachtslaterne außen an der Sixti-Kirche

 

Der letzte OT war am 09.12.2020- alle Gewerke waren noch mal vor Ort und haben sich abgesprochen unter der Leitung von Herrn M.Täubert. Durch Corona sind wir zwei Wochen verspätet- die Einschätzung der Maldauer war evtl. nicht richtig- der Beginn wird der 11.01.2021 sein- bis dahin ist dann die Fußbodenheizung mit Gas seit 1 Woche in Gang- sodass eine entsprechende Wärme und Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. 1400 m² wollen bestrichen werden- das ist unter 8 Wochen nicht zu schaffen. Wenn der Chorraum fertig ist, beginnt Herr Fixl ebenda mit der Fliesenverlegung. Die Kabel für die Fensterflügel werden nach oben verlegt, vom Dachboden werden die Bohrkanäle für die elektrische Beleuchtung auf den Kapitellen angebracht und: die spannende Frage: Sind wir Ostern soweit? Nein! Sind wir im Mai soweit? Die Frage bleibt spannend. Wir als Kirchengemeinde können dankbar sein, dass das engagierte Ingenieurbüro aus Chemnitz mit den Herren Täubert und Baumann die Baustelle so betreut haben, dass wir zufrieden sind- keine großen Ausfälle, vor allem keine Unfälle. Zu danken haben wir den Mitarbeitern der Heizungsfirma Reinhardt aus Rudolstadt mit Erik und Jürgen Müller und Dennis Jauch, dem Estrich-Mann Matthias Kunde, dem Steinmetzfreund Matthias Fixl, den Maler- Brüdern Bernd und Dirk Alberding, den Elektromeister Arno Biermann und natürlich Frank Wagner und alle denen, die aufgepasst haben, damit wir nichts vergessen.

Ich hoffe, dass bei der Wiedereröffnung in 2021 alle Mitarbeiter aller Gewerke anwesend sein können.

 

Bild 238 OT vom 09.12.2020 in der Sakristei  mit Michael Täubert (Ing.-Büro Chemnitz), Arno Biermann (Dette-Kulfürst), Nicole Sterzing (Glasrestauratorin), Frank Wagner (ABK) Matthias Fixl (Steinmetz) und Bernd Albering (Malerfirma)

 

Bild 250 Frank Schneemelcher und seine Mitarbeiterin K. Berlin besprechen mit Nicole Sterzing die Fensterflügel zum Ausgleich der Luftfeuchtigkeit im Kirchenschiff (vier Fensterflügel wird es geben- automatische Regulierung)

 

Unsere roten Bänke stehen am Lohgraben- freundlicherweise von der Stadt Northeim im Januar des Jahres dorthin transportiert. Wer sich erinnert, weiß, dass die Bänke im Mittelschiff auf Stirnholzparkett standen und im Boden befestigt wurden. Auch untereinander waren immer zwei Bänke miteinander verschraubt.

Lange haben wir uns die Köpfe "zerbrochen", wie die Bänke in Zukunft sicher stehen können, ohne die neuen Sandsteinfliesen zu tangieren. Martin Rojas und Jörg König, Schlossermeister und Tischlermeisten der Neuen Arbeit in Göttingen, haben zwei Bänke mitgenommen und getüftelt. Die Bilder zeigen gleich das Ergebnis. Die Bänke können nun fest verankert sein, man kann sie aber auch herausheben und dann Richtung Orgel neu verankern- ohne Probleme und mit dem Ansatz einer neuen Blickrichtungsmöglichkeit.

 

Bild 160 zeigt die Stahlschiene, die vordere und hintere Bank verbindet.

 

Bild 161 zeigt die Verbindung zweier Bänke in der Mitte einer jeden Seite des Mittelschiffes

 

Bild 164 zeigt die Öse und Verankerung in den Bankbeinen

 

Bild 165 zeigt den Ortstermin in Göttingen mit meiner Frau, Frank Wagner und Martin Rojas, den Chefschlosser

 

Bild 209 zeigt die Bänke jetzt im Dezember im Lohgraben- ich hatte einen Ortstermin dort mit Jörg Dodenhöft

 

Wir hatten beschlossen, bereits im Januar auf unserer KV-Klausur in Mariaspring bei Göttingen, dass wir auf jeden Fall das Grau der Wände ersetzen wollen- wir hatten uns lange zurückgehalten, weil wir vor Jahren eine utopische Summe vorgerechnet bekamen.

Nun hat die Ausschreibung für die Bemalung der Seitenwände und des Chorraumes der Malerbetrieb Alberding aus Bremke gewonnen- die Brüder Bernd und Dirk leiten den Betrieb und sind auch bewandert in restauratorischen Aufgabenlösungen.

Die Gerüste sind nun nach dem 2. Advent auf dem Estrich mit Bodenplatten aufgestellt- es kann bald losgehen und die Firma wird uns, dem Kirchenvorstand, eine Musterachse vorstellen, in welcher Farbe das bisherige Grau ersetzt werden soll.

 

Bild 152 zeigt den von Anja Stadler frei gelegten Engel auf der Nordempore- er wird weiterhin auf die Gemeinde schauen.

 

Bild 156 zeigt ebenfalls die von Anja Stadler freigelegte die Originalbemalung aus 1844 an der Nordwand- sie soll rot umrandet so belassen werden

 

Bild 153 zeigt die von Anja Stadler freigelegte blumige Wandbemalung aus 1844- sie wird blau umrandet so belassen werden.

 

Bild 175 Ortstermin mit Matthias Fix, Bernd Alberding, Dirk Alberding, Jörg König (Tischlermeister) und Frank Wagner (ABK)

 

Bild 176 zeigt an der Wand hinter den ehemaligen Radiatoren Versalzungen- die mussten weg, weil das Salz nach 2 - 3 Jahren wieder kommt- aus dem Erdreich, das an der Südseite nahe an die Kirche reicht.

 

Bild 201 bis auf die Bausteine ist der salzhaltige Putz abgeschlagen- er wird durch einen Spezialputz ersetzt.

 

Bild 229 zeigt den Gerüstaufgabau am 09.12.2020 für die Bemalung der Wände

 

Bild 247 zeigt die Brüder Bernd und Dirk Alberding (Malermeister) im Gespräch mit Nicole Sterzing- es geht natürlich um die Abklebung und den Schutz der Fenster.

 

Die Flächenheizung oder Fußbodenheizung war die Empfehlung des Baudirektors Werner Lemke in Hannover- zum Erhalt der mittelalterlichen Fenster und der sonstigen Kunstgüter in unserer Kirche- und das ist sicherlich fast einmalig in der Landeskirche, ein Gotteshaus so auszustatten- ein Leuchtturmprojekt. Über die heißen Radiatoren an den Seitenwänden, die viel Staub- und Dreck-Verwirbelungen verursacht haben, hatte ich schon geschrieben.

Lassen Sie die Bilder auf sich wirken- ein großartiges Miteinander der Heizungsfirma Reinhardt mit den Mitarbeitern Jauch und 2 x Müller und der Estrichfirma aus Lagreshausen Matthias Kunde. Beide Handwerksbetriebe mussten auch auf die Gewerke der Elektroanlagenfirma Dette-Kulfürst mit Herrn Biermann und Herrn Wendt achten und der Steinmetzfirma Bachmann& Wille mit Herrn Matthias Fixl .

 

Ohne die Ingenieursaugen von Herrn Michael Täubert, begleitet von Frank Wagner vom Amt für Bau- und Kunstpflege, wären wir nicht so weit wie jetzt kurz vor dem 3.Advent.

 

Bild 816 dünne, gelbe Noppenplatten im Chorraum

 

Bild 827 ein Blick von der Orgelempore; im Mittelschiff die Estrichdämmung unter die dann zu verlegenden schwarzen, dickeren Noppenplatten

 

Bild 876 zeigt den Chorraum bereits mit den verlegten Flächenheizungsrohren

 

Bild 905 ein Baustellenfrühstück im Stehen mit Heizungsbauern und Estrichverlegern

 

Bild 912 zeigt nun den verstrichenen Estrich über den gelben Noppenplatten mit den Heizschlaufenröhren

 

Bild 927 es geht weiter in Richtung Mittelschiff

 

Bild 938 ein Blick in die Kirche vom Wendelstein

 

Bild 941 ein Ortstermin mit Matthias Fixl, Birgit Möller-Kühn, Michael Täubert und Frank Wagner

 

Bild 001 zeigt die verlegten Heizungsrohre aus südwestlicher und nordöstlicher Richtung

 

Bild 067 zeigt die verlegten Heizungsrohre aus südwestlicher und nordöstlicher Richtung

 

Bild 056 zeigt die Flächenheizungsrohre unterhalb der Kinderkirche und dem Mittelschiff vor dem Chorraum

 

Bild 059 zeigt die Flächenheizungsrohre unterhalb der Kinderkirche und dem Mittelschiff vor dem Chorraum

 

Bild 061 unterhalb der Mittelschiffes vor dem Chorraum

 

Bild 098 ca. 1 Tag, bevor der Estrich die 8 km langen Heizungsrohre für immer verschwinden lässt.

 

 

Hier eine Veröffentlichung in der NNN vom 02.11.2020

 

 

Bild 168 zeigt das elektrische Ding, das die Flächenheizung mit einer Vorlauftemperatur von 21 ° C befeuert; die Gasheizung wollen wir erst im Januar endgültig anschließen

 

Bild 203 Der weiße Schornstein wird nach oben geführt auf den Gewölbedachboden

 

Bild 204 Der Heizungsraum vor der Gemeindebibliothek rechts neben der Orgel

 

Bild 511 zeigt die drei Heizkessel

 

S1 zeigt den Schornstein

S5 zeigt einen Teil des Schornsteins

 

S4 zeigt den Schornstein, der auf dem Dach ja klein aussieht

 

S6 zeigt den Schornstein mit Blick auf die Umgebung der Kirche

 

Bild 231 ein Gesprächstermin mit Henning Schmidt, Bezirksschornsteinmeister mit Michael Täubert, Erik Müller und Frank Wagner in der Vorbälgekammer

 

Bild 254 zeigt Frank Schneemelcher aus Quedlingburg, im Gespräch mit Nicole Sterzing und Michael Täubert- es geht um die Frischluftzufuhr für die Heizkessel via Fenster

 

Bild 257 zeigt die vielfältige Arbeitsweise eines Heizungsbauers namens Erik Müller

 

Dank des Fördervereins und auch auf Anfrage vieler Gottesdienstbesucher_Innen haben wir uns auch auf eine Finanzierung einer angepassten Akustikanlage geeinigt; das freiwillige Kirchgeld 2020/2021 wurde ebenfalls dür diesen Zweck erfragt; es wurde unter dem Estrich auf die Noppen im Mittelschiff sogar eine Induktionsschleife verlegt. Wir hoffen, dass nun eine verbesserte Sprachverständlich erreicht werden kann.

 

Bild 886 zeigt unseren Ingenieur aus Chemnitz Michael Täubert mit einer Antenne, die unter der Orgelempore befestigt wird.

 

Bild 913 zeigt Kabel, die auf Anschlüsse warten.

 

Bild 914 zeigt die aktuelle Mikrofonanlage

 

Von der Landeskirche eigentlich nicht empfohlen hat sich aber der Kirchenvorstand doch entschieden, mit dem Einbau der Flächenheizung auch die aufgestemmten Bodenschlitze und Kanäle zu nutzen, um ca. 8 km Elektrokabel zu verlegen. So entstanden vor dem Chorraum drei Bodentank mit entsprechenden Kabeln für Internet und Akustik und Musikinstrumentenanschluss. Auch an eine neue Beleuchtung ist gedacht; zumindest im Mittelschiff werden die Pendelleuchten nicht mehr vorhanden sein, sondern es werden Lampen auf den Kapitellen montiert, die nach unten uns gutes Licht geben, aber gleichzeit auch das Deckengewölbe bestrahlen. Die Kosten für die Elektrik werden vom Förderverein übernommen und von der Klosterkammer in Hannover. Ich hatte darüber bereits berichtet.

 

Bild 909 zeigt einen kleinen Teil der 8 km Kabelverlegung

 

Bild 920 zeigt, die Kabelverlegung zusammen mit dem Heizrohrsystem

 

Bild 013 zeigt einen Bodentank mit diversen Anschlussmöglichkeiten

 

Nun sind wieder fast drei Monate vergangen seit meinem Überblick des 3. Quartals im September 2020. Schon damals schrieb ich "daher werden wir Weihnachten nicht in der Kirche feiern können- aber die Glocken werden läuten über unsere Stadt". So wird es sein- der Stromanschluss für die Turmuhr und die Glocken haben wir das ganze Jahr belassen.

Unser Heizkessel stand seit Jahrzehnten hinter dem Haus Kirchplatz 7- die Heizungsrohre wurden von dort in die Kirche geführt an dem nordöstlichen Ende- bei Eisglätte in dem Bereich war der Straßenboden immer trocken.

Die Verlegung des Gasanschlusses war sehr viel aufwändiger als wir uns das dachten- der neue Anschluss gelangt nun in die sogenannte Läutekapelle. Dafür musste nicht nur die Straße aufgestemmt werden, sondern es wurde auch ein Loch gebohrt durch die Kirchenmauer, 20 cm Durchmesser und 130 cm lang. Das führten die Männer der BAT-Einrichtung aus.

 

Seit Anfang Dezember wird die Kirche elektrisch geheizt mit einer Vorlauftemperatur von 21 ° Celsius - so kann der Estrich austrocknen.

 

 Bild 858 zeigt das gebohrte Loch und links davon den Bohrer

 

Das Bild zeigt den fertiggestellten Gasanschluss

 

Bild 862 spricht für sich- Raucher waren nicht erwünscht

 

 

 

Bild 867 zeigt einen Mitarbeiter der Firma BAT

 

 

Bild 868 zeigt den Durchbruch nach aussen mit drehendem Bohrer, wassergekühlt

 

Bild 871 weist darauf hin "wir bohren uns überall durch"

 

Bild 880 zeigt den Anschluss der Kirche an den Gasanschluss der Stadt Northeim

 

 

 

 

 

III. Quartal 2020

Ich berichte nun aus dem 3.Quartal 2020, was alles passiert ist seit dem 19.06.2020- man kann sich so ein besseres Bild machen, was so hinter den dicken Mauern so passiert und was die Männer im Bauzaunkäfig alles so in die Kirche hineinschleppen und heraustragen. Die Stimmung der Gewerke untereinander ist sehr gut, die Ingenieursleistung und -leitung durch Michael Täubert hervorragend; er ist immer um Ausgleich bemüht, hört zu und nimmt auch Rat der unterschiedlichen Gewerke an. Frank Wagner, mal vertreten durch Gerd Belk vom ABK, achten auf Umsetzung und Kosteneinhaltung, und dazwischen sind Christine Hahn und Christian Steigertahl fast täglich vor Ort- beide haben inzwischen sich ergänzende Qualifikationen entwickelt, zum Wohle des Fortganges und des Werdens.

 

Angedacht war die Wiedereröffnung der Kirche am 1. Advent- das sagten wir am Beginn des Leuchtturmprojektes an Epiphanias- da waren wir noch COVID 19- unwissend und: das Heizungsprojekt musste zwei mal ausgeschrieben werden, da von 17 angeschriebenen Firmen nur zwei geantwortet hatte mit 20-30% Kosten über der Kalkulationssumme. Zusätzlich haben wir uns entschieden für eine Erneuerung der Elektrik, der Akustik und der Bemalung- Dinge, die Zeit kosten (kein Problem), aber auch Geld (ein Problem)- und Drittmittel wird es nicht geben.

Daher werden wir Weihnachten nicht in der Kirche feiern können- aber die Glocken werden läuten über unsere Stadt. Freuen wir uns auf das erste Quartal 2021. Christian Steigertahl 

 

Glocken St. Sixti

 

 

Besondere Baustellennutzung

 

Im Juli haben wir der zweiten Konfirmandengruppe die Kirche gezeigt- so werden Generationen nach Ihnen die Kirche nie wieder sehen.

Die Kirchenöffner_Innen haben sich sehr gefreut, im September etwas zum Fortgang der Kircheninnenrenovierung zu hören und vor Ort zu sehen.

Die Schwesternstation St. Sixti wurde im September mit einer feierlich Andacht in der Kirche mit Orgelspiel auf dem e-piano mit Benjamin Dippel an die diakonische Einrichtung Westharz gGmbH weiter gegeben- eben eine Baustelle, wie Jan von Lingen und der Superintendent Friedrich Selter als Vorsitzender der Stiftung Neu- und Alt-Bethlehem betonten. Hans-Joachim Lenke, Chef des Diakonischen Werkes in Hannover, ließ es sich nicht nehmen, diakonische Einrichtungen in Südniedersachsen zu würdigen- schärfen sie doch die diakonische Säule der Kirche schlechthin. Christian Steigertahl dankte allen Mitarbeiter_Innen für ihre Arbeit in diesem Insolvenz- und Corona-Jahr und erwähnte die Pflegedienstleitungen Marion Lawrenz, Uli Nelde und in den letzen 20 Jahren Susanne Köter.

 

Bild 456 zeigt die Konfirmandengruppe im Juli mit Madeleine Landrè (Vikarin) und Pastor Stefan Leonhardt

 

Bild 739 zeigt einige Personen der Kirchenöffner_Innen

 

Bild 32 zeigt die Andacht in der Kirche zur Übernahme der Schwesternstation St. Sixti an Westharz Pflegeeinrichtung in OHA.

 

 

Büßerkammer oberhalb vom Wendelstein

 

Die Büßerkammer wurde mit Jugendlichen um Pastor Mathis Burfien (2007-2013) sehr schön eingerichtet und genutzt. Da aber Fluchtwege nicht vorhanden sind, hat der Kirchenvorstand beschlossen, den Raum nicht mehr für Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Unsere Küsterin Christine Han und der Verfasser dieser Texte haben den Raum entleert- es lagern nun aber noch Steine der Vorgängerkirche dort, die wir nach oben geschleppt haben. Viele werden nun die Büßerkammer erstmalig sehen.

 
Bild 223 zeigt das Fundament einer Säule der Vorgängerkirche und einige Steine, die Dr. Stefan Teuber, der Stadtarchivar, für erhaltenswert ansah.
 
Bild 419 zeigt die lange nicht genutzte Büßerkammer im Januar 2020.
 
Bild 362 zeigt die Büßerkammer mit den erhaltenswerten Steinen im Juli 2020

 

Bild 418 zeigt die Büßerkammer mit Blick nach Osten im Januar 2020

 

Bild 418 zeigt die Büßerkammer mit Blick nach Osten im Januar 2020

 

Kunstgüter mobile Altäre

 

Viola Bothmann aus Göttingen, Diplomrestauratorin und schon lange immer mal "für uns" tätig, kümmert sich auch um die eingepackten Altäre im Turmraum; die Kisten sind auch versehen mit Datenloggern, die uns Luftfeuchtigkeit und Temperatur melden. Es handelt sich um den Hieronymusaltar aus der Nicolaikapelle (Kinderkirche) und den Marienaltar im südlichen Seitenschiff (er stand bis 2002 in der Sakristei). Schimmel wurde nicht gefunden.

 

Bild 420 zeigt Viola Bothmann im Juli des Jahres im Turmraum

Bild 423 zeigt Viola Bothmann auf der Suche nach einem Zugang zum Marienaltar.

 

Fußbodenaufbau Dämmschüttung/Estrich durch Fa. Matthias Kunde

 

In meinem Bericht II. Quartal bin ich schon auf den Fußboden und den einzelnen Schichten eingegangen.

Inzwischen ist im Chorraum und in der Nicolaikapelle (Kinderkirche) der Abdichtanstrich erfolgt, es folgen Ende September/Anfang Oktober die Verlegung der FBH-Noppenplatten, auf denen die Fußbodenheizungselemente verlegt werden. Danach erfolgt die Aufbringung des Estrichs, der ca. 2 Wochen Trockenzeit braucht. Wir beginnen im Chorraum und gehen langsam dann nach Westen voran ins Hauptschiff.

 

 
Bild 585 zeigt Lagerung der Noppenplatten und der Dämmschüttungssäcke

 

Bild 812 zeigt den Abdichtanstrich im Chorraum mit den Unterflurkonvektoren, die wir nach Westen verlängert haben. Erste Kabel sind bereits verlegt.

 

Bild 983 zeigt veredeltes EPS-Granulat mit all seinen Eigenschaften

 

Bild 987 zeigt die Noppenplatten, unten styroporig und oben noppig. Die Bildzeitung ist vom 16.09.2020

 

Schlosserarbeiten

 

Herr Manuel Rojas-Martin aus Göttingen, Abteilungsleiter für Schlosserarbeiten bei der evang.-luth. Einrichtung für Handwerksbedürfnisse, kümmert sich um die Metallarbeiten rund um die Wärmestationen, Unterflurkonvektoren und Umrandungen der Säulen; im Altarraum werden wir die Gitter und die Gebläse belassen, im Chorraum ziehen wir die vorhanden Gitter bis nach vorne zum Treppenaufgang. Gleichzeitig haben wir ihn beauftragt, die Erhöhung der Brüstung der Orgelempore im südlichen Bereich zu fertigen.

 

Bild 390 zeigt einen Metall-Mitarbeiter in der Pause vor der Nicolaikapelle (Kinderkirche)

 

Bild 391 zeigt Metallarbeiten im Chorraum und Säulenfußpunkt

 

Bild 392 bohrende Männer in der Kinderkirche

 

Elektrik und Elektroakustikanlage und Beleuchtung

 

Die Flächenheizung der St. Sixti-Kirche ist ein Pilotprojekt der Landeskirche- ich erinnere an die mittelalterliche Fenster und die Fenster Ende des 18. Jahrhunderts, die mit großer finanzieller Unterstützung der Landeskirche und des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz (Kim Kappes), aber auch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der KIBA restauriert wurden von Nicole Sterzing aus Seebergen und Frank Schneemelcher aus Quedlingburg. Diese Fenster (und die Seitenwände) waren durch die Radiatoren schwer verunreinigt- das, was man an den Wänden sah, hatte sich auch auf den Fenstern niedergesetzt.

Die Finanzierung der Elektrik ist keine Aufgabe der Landeskirche- Zuschüsse Dritter gibt es nicht- aber der Kirchenvorstand hat sich überlegt, nun auch mit der Elektrik zu beginnen, zu einem Zeitpunkt, wo die Bodenkanäle geöffnet sind. Genauso verhält es sich mit einer neuen Akustikanlage (mit Induktionsschleife im Mittelschiff) für die weniger gut hörenden Gottesdienstbesucher_Innen. Der Förderverein und die Kirchengemeinde finanzieren diese Dinge aus Verkaufserlösen (z.B. ehemaliges Gemeindehaus in der Teichstraße 38, ehemalige Pfadfinderhaus am Seldeweg 33 oder Jugendhaus Kirchplatz 3 oder Verkauf des Pfarrhauses am Entenmarkt 2 an den Kirchenkreis) und hoffen, dass wir mit dem Beginn dieser Maßnahmen die Voraussetzungen schaffen für zukünftige Optionen (Bodentanks, Leerrohre, LAN-Kabel, Videoanschluss etc.).  Dazu gehört dann auch die Beleuchtung des Kirchenschiffes durch LED-Leuchten auf den Kapitellen mit Licht nach oben und nach unten. Vorgesehen ist eine zentrale Beleuchtungssteuerung.

 
 
Bild 611 zeigt Gerd Belk vom ABK, Christian Steigertahl vom KV, Michael Täubert vom Ingenieurbüro in Chemnitz, Arno Biermann, GF Elektroanlagen Dette-Kulfürst, N. Wendt auch von dort und Herrn Andreas Thomeczek der Fa. Seis im Rahmen eines Ortstermins
 
Bild 805 zeigt einen Teil der Kabel- es werden ca. 8 km in der Kirche verlegt

 

Bild 375 zeigt in luftiger Hebebühnenhöhe Michael Feller, unser Beleuchtungsberater (auch tätig gewesen in der Basilika Cyriakus in Duderstadt)

 

Läutekapelle und Toilettenanlage

 

Wie zuvor beschrieben, bekommt die Kirche einen neuen Gasanschluss. (Die hohen Kosten übernimmt die Landeskirche aus einem Sonderfonds!!).

Die Läutekapelle muss dafür aus- und umgeräumt werden- mit schwerem Hammer und Kneifzangen haben wir das geschafft- Frau Hahn hat kräftig mitbewerkstelligt.

Je mehr Eigenleistungen erbracht werden, desto preiswerter wird das Vorhaben.

Die Männertoilette mit Stehpissoir werden wir abmontieren (machen die Mitarbeiter aus Rudolstadt, die diese lebensnotwendigen Vorrichtungen KERAMIKEN nennen!), die Besenkammerwände haben wir entsorgt- all dieser Raum wird benötigt für die neue Elektroanlage, deren Zentrale einen abschließbaren Raum benötigt.

Die beiden Damentoiletten werden von außen mit m/w/d beschildert.

 

Bild 964 zeigt die Besenkammer vor der Entsorgung (auf Bilder der Toilettenanlage habe ich verzichtet)

 

Bild 968 zeigt das Resultat nach "Sanierung" der Läutekapelle mit einem zweimaligen Bild unserer Küsterin Christine Hahn

 

Das Abstellen des Gasanschlusses von Kirchplatz 7 und der neue Hausanschluss in die Kirche kostet ca. 17.000 € (Kostenerstellung SWN)- man muss dazu sagen, dass dazu in die sogenannte Läutekapelle von außen eine Bohrung von ca. 1,30 m durch die Kirchenwand erfolgen muss, um ein abgewinkeltes Stahlrohr dort unterhalb der Steigleitung für die Feuerwehr einzubauen. Die Steigleitung geht ja bis zur Turmspitze (St. Sixti ist die einzige Kirche im Kirchenkreis, die so was hat- eingebaut 1993!!)-und dieser folgen wir mit der Abgasleitung; ich zeige dazu drei Bilder, die nun den Weg erst zur Vorbälgekammer zur Heizzentrale und von dort aus durch das Kirchengewölbe bis zum Kirchendach zeigen. Das Gewölbe darüber erreicht man einfach über den Glockenstuhl, dann ins Kirchendach, da nach Osten laufen, dann zwei steile Leitern nach unten und dann nur noch nach Nordwesten- und schon sieht man den Gewölbeanteil, der sich oberhalb der Bälgekammer befindet..

 

Bild 809 : Herr Täubert bespricht mit Herrn Raguse den Durchbruch von der Läutekapelle in die Vorbälgekammer.

 

Bild 810:  Dort wird der Durchbruch sein- per Bohrer

 

Bild 811: Zeigt ein kleines Loch in der Gewölbedecke von oben; hier wird gebohrt und die Abgasleitung zum Kirchendach geführt.

 

 

Heizzentrale in der Vorbälgekammer und Abgasleitung durch Gewölbedecke

 

Bisher stand unser Heizkessel im Keller hinter dem Haus Kirchplatz 7; die Wärme wurde von dort in die Kirche unter der Straße geleitet (dort fror es im Winter nie); die neue Heizzentrale ist vorgesehen in dem Turmraum im 1. OG rechts von der Orgel vor der Gemeindebibliothek (ehemalige Bälgekammer); der Raum musste "frei entrümpelt" werden; der über 500 Jahre alte Schrank wurde von zwei starken Männern mit Ach und etwas Krach in die Sakristei gebracht.

 

Bild 442 zeigt den zukünftigen Heizzentralenraum mit noch Restmöbeln

 

Bild 727 zeigt die starken Männer

 

Bild 733 zeigt die starken Männer

 

 

Rohinstallationen Heizung Fa. Reinhardt Rudolstadt

 

Im Juli gab es für 10 Tage eine kurze Pause in der Kirche- auch die Handwerker brauchen diese. Coronabedingt war diese nicht.

Insgesamt werden die Arbeiten mit den Rohinstallationen in der ganzen Kirche durchgeführt- alles vorbereitende Maßnahmen für die weiteren Arbeiten, die dann vom Altarraum und Chor in Richtung Hauptschiff gehen werden. Die Rohrleitungen sind zu 90% verlegt, die drei Wärmestationen (die die Luft filtern und erwärmen!) eingemörtelt und rundherum sind die Unterflurkonvektoren eingebaut, die die kalte Luft, die von den Seitenwänden herunterströmt, ansaugt und dann erwärmt freigibt (nicht so wie die Heizkörper vorher an den Seitenwänden, die durch ihre Erwärmung auf 70° Celsius die Luft erheblich bewegt hat und im Hauptschiff doch nur 14° Celsius erbrachte). 

Nach einer Ortsbesprechung mit unserem Chefingenieur Michael Täubert aus Chemnitz haben wir beschlossen, keine Heizung auf der Orgelempore zu befestigen (Benjamin Dippel sagt, jede Heizung in der Nähe einer Orgel tut dieser gar nicht gut), und in der Sakristei werden die Radiatoren auch belassen. Kostenersparnis ca. 10.000 € (inclusive Einbau und Zuleitung).

 

Bild 376 zeigt eine Handwerkerbesprechung mit Elektrik, Heizung, Steinmetz und Heizung

 

Bild IV zeigt Herrn Jauch, Herrn Müller und Herrn Reinhardt aus Rudolstadt beim Auspacken einer Wärmestationseinheit

 

Bild 694 die Rohrverlegungen an der nördlichen Seitenwand

 

Bild 700 die Rohre erreichen den Chorraum

 

Bild 705 zeigt, wo Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen treffen müssen, um Behaglichkeit zu erzeugen

 

Bild 706 zeigt die Verteilung der Unterflurkonvektoren und Wärmestationen in der Kirche

 

 

 

 

 

 

II. Quartal

 

Wie geht es weiter?

 

Das bisher Geschriebene und Bebilderte ist der Stand der Dinge am 19.06.2020.

 

Der nächste OT mit dem Ingenieurbüro, den Fachleuten in Sachen  Heizung, Estrich, Steinfußboden, Elektrik, Akustik, Gasanschlusstechnik und so weiter findet am 23.06.2020 statt.

Mitte September werde ich erneut nur Erfreuliches berichten wollen. Bisher hat die Pandemie den Zeitplan kaum durcheinander gebracht. Der Kirchenvorstand bleibt mit "Herzblut" dran, mit Hilfe vom ABK und unserer Küsterin Christine Hahn.

 

Unsere Küsterin Christine Hahn vor Ort in der Kirche

 

Ein Fenster des Wendelturms, durch das man von innen in den Kirchenraum sehen kann

 

Das Herz, mit dem der Kirchenvorstand die Kircheninnenrenovierung betreibt- manchmal weiß man nicht, was oben oder unten ist.

 

 

Nutzung der Kirche in der Bauzeit

 

Noch kurz vor Corona konnten wir am 1.März eines Baustellengottesdienst feiern, mit der Kantorei. Welch eine besondere Stunde, vor allem auch im jetzigen Nachhinein: Gemeinsam hören, singen, beten und loben.

Nach dem 15.03.-letzter Gottesdienst im Gemeindehaus- dann Palmarum mit Meike Davids und Benjamin Dippel im Turmraum, über den Dächern Northeims nach den Glocken, mit Trompete und Posaune. 

Der Pfingstmontag, traditionell ein oekumenischer Gottesdienst, wurde am Tag nach Himmelfahrt vor Ort aufgenommen und war dann punktgenau Pfingstmontag anklickbar. In guter Erinnerung die Worte von dem reformierten  René Lammer, der auf dem Fundament der Vorgängerkirche stand, gerade ein paar Tage zuvor frei gebuddelt, und die Symbolhaftigkeit beschrieb. Anfang Juni haben Stefan Leonhardt und Christian Steigertahl dem neuen Konfirmandenjahrgang die Kirche gezeigt- so wie sie kommende Generationen von Konfirmanden nie zu Gesicht bekommen werden.

 

Baustellengottesdienst vom 1.März

 

Blechbläserin und Blechbläser im Glockenturm an Palmarum

 

Ein Trompetenbaum mit kirchlichem Hintergrund

 

 

NNN-Artikel von der oekumenischen Aufnahme am Tag nach Himmelfahrt

 

Den ökumenischen Video-Gottesdienst am Pfingstmontag

unter der Überschrift "Betreten der Baustelle erwünscht"

können Sie hier ansehen.

 

 

 

Einige unserer neuen Konfirmanden Anfang Juni

 

 

Konservierende Maßnahmen

 
Nachdem Anfang Januar 2020 von der Diplomrestauratorin Viola Bothmann das Kruzifix des Hauptaltars und die Christusfigur vom Schalldeckel der Kanzel inklusive der sechs Engelköpfe vorsichtig herunter genommen wurden und verpackt gesichert gelagert werden, hat der Kirchenvorstand einen Antrag beim Kunstreferat der Landeskirche, Herrn Prof. Thorsten Albrecht, gestellt auf einen Zuschuss einer Mitfinanzierung der Maßnahmen an den genannten Kunstschätzen.  Die Gesamtmaßnahmen kosten ca. 2.000 €, das Kunstreferat übernimmt 50%. Der Kirchenvorstand hat sich jetzt dafür entschieden, weil diese Kunstgüter sowieso abgenommen werden mussten und so die Restaurierung leichter fällt

 

Das Kruzifix vom Hochaltar, sicherlich 10 kg schwer

 

Die Engelsköpfe noch auf dem Schalldeckel. Der Schalldeckel wurde gleich bei der Abnahme gesäubert.

 

Viola Bothmann vor den 6 Engeln im Südschiff

 

Der auferstandene Christus, am Boden einer Südsäule

 

Beschallungsanlage - LAN/WLAN

 

Schon im ersten Quartal habe ich berichtet über den Kontakt zu Herrn Andreas Thomeczek der Firma Seis aus Hannover; diese Firma betreut "uns" seit 2007 (und ist bei weitem nicht so hochpreisig wie die Fa. Bose!); eine Finanzierungsmöglichkeit haben wir inzwischen, aber noch nicht abschließend, gefunden; außerdem gibt es einen digital-Innovationsfonds der Landeskirche- da wollen wir mal anklopfen. Es liegt ein Gesamtpaket der Firma vor, von dem wir nun einige Päckchen abstreifen müssen, aber wir wollen die Möglichkeiten schaffen, diese Päckchen irgendwann  zu öffnen. In dem Angebot zur "Beschallungsanlage" geht es um digitale Lautsprecher mit Abbildung von Sprache und Musik, mit gedämpften Nachhall, mit optimierter Sprachverständlichkeit und einer evtl. zukünftigen Kombination aus Bild und Ton.

In die Gedankengänge sind Benjamin Dippel und Jan von Lingen einbezogen, auch was die Kabelverlegung und die WLAN-Einrichtung angeht. Wir glauben, dass bei Wiedereröffnung unserer St.Sixti Kirche die Augen sehen und die Ohren hören werden- fast himmlisch.

 

Planung der Kabelverläufe, abgestimmt zwischen Bejamin Dippel und Andreas Thomeczek.

 

 

 

Das Grau muss weg

 

Im ersten Quartal meiner Berichterstattung ging es um den bereits 2013 geschriebenen Satz des Fördervereins "Das Grau muss weg"! Sie konnten bereits etwas über die Vermalung lesen.

 

Eine Ausschreibung hatte stattgefunden unter Mithilfe von Frank Wagner, ABK, die Firma Menke aus Göttingen wird die Gerüste aufbauen, die Firma Bernd Alberding, ein Mitarbeiter ist Restaurator, aus Bremke wird die Vermalung im Chorraum und in den Seitenschiffen vornehmen. Der Förderverein wird dieses Vorhaben, ganz unabhängig von der Flächenheizung der Kirche, finanziell schultern von den eingegangenen Spenden und diese somit der Kircheninnenrenovierung zuführen. Drittmittel von der Landeskirche "zur Verschönerung" können nicht beantragt werden, da es sich nicht um "Substanzerhaltung" handelt.

An dieser Stelle darf ich sicherlich im Namen der gesamten Kirchengemeinde der Landeskirche danken für die großzügige "Zur Verfügung stellen" von finanziellen Mitteln für unsere Kirche- ein Pilotprojekt! Und ohne die qualifizierte, engagierte Mitarbeit in unserem Kirchenamt um Petra Wendt herum könnten wir das hier vor Ort nicht schaffen- daher auch ein Dank in die Bahnhofstraße

 

Das nördliche Seitenschiff unter der Empore mit einer Freilegungsmusterachse durch Restauratorin Anja Stadtler im Jahre 2017

 

 

 

Ich hatte bereits im I. Quartal von der Elektrik gesprochen, die weitgehend marode ist; das Ingenieurbüro aus Chemnitz Niehlsen-Baumann mit Herrn M.Täubert hat vom KV den Auftrag bekommen, dieses Teilgebiet der Kircheninnenrenovierung fachlich zu begleiten. Eine Ausschreibung dieser Arbeiten erfolgte im April, an 14 Betriebe, viele aus dem näheren Umkreis. Die Submission erfolgte Anfang Mai; die Fa. Dette-Kulfürst aus Nörten-Hardenberg mit dem Geschäftsführer   Arno Biermann bekam den Zuschlag und die Pläne, was wohin mit welchen Kabeln wozu gelegt werden muss, auch mit Vorbereitung für Zukünftiges, was zur Zeit noch nicht finanzierbar erscheint. Wichtig: die gesamte Elektrik wird finanziert mit Geldern des Fördervereins (Spendengelder der Kirchengemeinde), der Klosterkammer (was die Beleuchtung des Hauptschiffes angeht) und der Kirchengemeinde aus Erlösen von der Gemeinde gehörenden Gebäuden. Eine Demontage der alten Leitungen muss natürlich auch erfolgen- zwei Bilder einer Verkabelung unter dem Tischaltarbereich sprechen für sich.

 

Leitungen unter dem Tischaltarbereich Richtung alte Heizung hinter Kirchplatz 7!!

 

"Stromverteilerzentrale" im Unterkellerbereich vor dem Chorraum

 

 

Abschnitt archäologische Untersuchungen und Ergebnisse

 

Bei den Vorarbeiten zum Einbau der neuen Flächenheizung haben wir schon im Herbst mit Herrn Dr. Michael Geschwinde vom NLD und Herrn Dr. Stefan Teuber von der Stadt Northeim Probebohrungen durchgeführt, um in der Folge nicht auf archäologische Funde zu stoßen, die den Zeitplan beeinflusst hätten. Ende Mai/Anfang Juni durfte ich, Christian Steigertahl, Grabungshelfer sein von unserem Stadtarchivar Stefan Teuber, der von der Ausbildung her ein Archäologe ist. Es hat Spaß gemacht, im Steinsand zu buddeln- wir waren beide verschwitzt, dreckig und glücklich, als wir Teile der Vorgängerkirche fanden. Dazu einige Bilder und NNN-Artikel. 

 

Probebohrungen im Herbst 2019

 

Dr.Stefan Teuber und Grabungsgehilfe

 

Dr. Stefan Teuber bei der Skizzierung und Dokumentation

 

Fundament einer Vorgängerkirchensäule ca. 1250 n.Chr.

 

einen Ausschnitt von Alfred Hurg über die Steinmetzzeichen in St.Sixti aus dem Jahre 1926

 

Dr. Stefan Teuber an der Wärmestation nahe der Brauttür

 

Ein Stein mit einem Steinmetzzeichen in der Wärmestation nahe der Brauttür, das man auch wiederfindet an der Säule nordöstlich zum Chorraum

 

Zwei Mitarbeiter der Fa. Bachmann & Wille "das macht viel Spaß, hier in Ihrer Kirche zu arbeiten"

 

Die fertige Treppe; die Steinelemente der Vorgängerkirche sind mit biovlies abgedeckt und für unsere Nachwelt erhalten.

 

Artikel über die Ausgrabungen in der NNN vom 11.06.2020

 

Artikel über die Ausgrabungen in der NNN vom 11.06.2020

 

 

Ausschnitt aus dem Grabungsabschlussbericht , auch geschrieben für die Benehmensherstellung mit dem NLD- Außenstelle Braunschweig UDSchB Northeim

 
Ausschnitt aus dem Grabungsabschlussbericht , auch geschrieben für die Benehmensherstellung mit dem NLD- Außenstelle Braunschweig UDSchB Northeim
 
Ausschnitt aus dem Grabungsabschlussbericht , auch geschrieben für die Benehmensherstellung mit dem NLD- Außenstelle Braunschweig UDSchB Northeim
 
Trotz Corona - es geht weiter …..
 
Unsere Kircheninnenrenovierung wird weiterhin mit großem Elan betreut vom Ingenieurbüro Niehlsen-Baumann in Chemnitz, unser Ansprechpartner für Heizung und Elektrik ist Matthias Täubert. Alle anderen baulichen Maßnahmen betreut Frank Wagner vom Amt für Bau- und Kunstpflege in Göttingen.
Aus Rudolstadt kommt unsere Heizungsfirma- Jörg Reinhardt ist Inhaber des Familienunternehmens, und mit wenigen Männern haben sie an einem Tag alle Wandheizungen entfernt- jede ca. 250 kg schwer. Das war Anfang April.  Gleichzeitig wurden alte Schächte auf der Südseite und Nordseite geschaffen. Da lagen dann die Heizungen auf dem Boden; Schrotthändler Jacobi aus Angerstein hat sie alle mit Hublader eine Woche später abgeholt, ca. 9 Tonnen- das hat uns ein Frühstück mit den Leuten gekostet. Der Schrottpreis gehörte dann ihnen.
Bachmann und Wille aus Weende mit der Leitung Matthias Fixl (Herr Bachmann hat Ende der 90-er Jahre schon mit Herrn Wilfried Weidele Steinmetzzeichen katalogisiert!) haben dann die Fußbodenplatte aufgenommen, Bodenöffnungen und Bodenschlitze im Unterbeton geschaffen und Fräsearbeiten durchgeführt. Mit dem Estrichleger Michael Kunde aus Lagershausen gab es Ortstermine- musste doch der Boden und die Neigung ausgeglichen werden, denn der Boden ist vor dem Chorraum 4 cm höher als im Turmbereich. Steinmetzmann und Estrichmann sprachen die gleiche Sprache, Dämmschüttung und Randdämmstreifen und Dünnbrettmörtel und Dehnungsfugen- alles im gegenseitigen Verständnis für das Projekt St. Sixti gut gelöst.
Es folgen einige Bilder aus dieser Phase der KIR.
 
Jörg Reinhardt
 
Ortstermin mit M.Kunde, J.Reinhardt, C.Steigertahl, Sohn Reinhardt, F.Wagner, M.Täubert und G.Jauch vom 22.04.20
 
Die abgebauten Heizungskörper und den Schacht für die Unterflurkonvektoren an der Südseite.
 
Jacobimänner, die den Heizkörper der Empore nach unten gleiten lassen

 

Jacobimänner, die den Heizkörper der Empore nach unten gleiten lassen

 

Jacobimänner, die den Heizkörper der Empore nach unten gleiten lassen

 

Gemeinsames Frühstück nach der Arbeit Mitte April

 

Ortstermin mit M. Bachmann, M.Fixl, M.Kunde und F.Wagner (ABK) Anfang Mai 20

 

Fußbodenaufbau neu im Hauptschiff

 

Fußbodenaufbau neu im Chorraum

 

Ortstermin Ende Mai mit Fixl, Kunde, Wagner und Schlosser Rojas, der im Chorraum die Heizungsgitter bis zur Chortreppe neu schweißen wird.

 

Kabelbodenkanal im Mittelschiff

 

Alte Chorstufen horizontal unten verkürzt, also alte Stufen wieder verwendet

 

 

 

 

I. Quartal 2020

 

Eine Baubesprechung unter der Leitung von Michael Täubert aus Chemnitz vom 26.03.2020 brachte uns erstmalig zusammen mit Jörg Reinhardt aus Rudolstadt, der das günstigste Angebot von über 20 angeschriebenen potenziellen Bietern abgegeben hat (es gab nur drei Angebote, zwei, die sehr, sehr  weit über dem Budget lagen). Die Heizungsbaufirma hat in allen Kirchen in Weimar mitgewirkt- der lange Weg nach Northeim ist etwas problematisch, aber sein erster Eindruck war "die Kirche ist noch ein einem guten Zustand"- er ist anderes gewohnt gewesen. Im gebührenden Abstand haben wir den Fortgang beraten mit Ulrich Bartels, Vertreter ABK von Frau Katharina Körner, mit Axel Holst, Vertreter ABK für den erkrankten Frank Wagner, Herrn Matthias Fixl der Fa. Bachmann & Wille und mir.

Die jetzigen Heizkörper werden in der Karwoche abgebaut und zur Firma Resebeck/Gröschel gebracht, dann wird das Ingenieurbüro den 4 cm Höhenunterschied des vorhandenen Unterbetons präzisieren (von Ost nach West geht es um 4 cm "bergab") und die Steinmetzfirma wird die Bodenplatten auf den Kanälen aufnehmen. 

 

Bauberatung vom 26.03.2029 mit COVID-19 nötigem Abstand

 

 

Aktennotiz der Baubesprechung- man sieht, mit welchen Einrichtungen wir bereits Kontakt aufgenommen haben

 

 

Aktennotiz der Baubesprechung- man sieht, mit welchen Einrichtungen wir bereits Kontakt aufgenommen haben

 

Aktennotiz der Baubesprechung- man sieht, mit welchen Einrichtungen wir bereits Kontakt aufgenommen haben

 

* * *

 

In unserer Klausurtagung in Mariaspring im Februar diesen Jahres haben wir uns auch Gedanken dazu gemacht, dass nach behaglicher Fußbodenheizung, die man nicht sieht, nur spürt, und neuer Teilbeleuchtung des Mittelschiffes ohne die Pendelleuchten, die uns den Blick auch nach oben schweifen lässt, dass dann noch was fehlt trotz der immensen Ausgaben, die bis dahin getätigt wurden, nämlich: DAS GRAU DER SEITENWÄNDE wird nach Wiedereröffnung viele Besucherinnen und Besuchern überraschen- so hatten sich die Menschen die Innenrenovierung nicht vorgestellt. Daher haben wir mit den Förderverein St.Sixti, der ja satzungsgemäß Drittmittel eingeworben hat und noch einwirbt für die KIR, überlegt, ob wir zumindest den Anstrich der Seitenwände irgendwie hinbekommen, vor allem finanziell. Frank Wagner und Christian Steigertahl trafen sich Anfang März mit einen Restaurationsmalerfachbetrieb, der einen Kostenvoranschlag erstellte, sodass wir auch eine Ausschreibung machen wollen; dafür müssen Gerüste aufgestellt werden- noch bevor die neuen Steinfußbodenplatten verlegt werden.  Das sind unsere Gedanken Anfang April 2020- ich werde hier über den Fortgang berichten; der Förderverein hat sich bereits positiv zur Seitenwandmalerei geäußert. 

 

Die nördliche Seitenwand unter der Empore, die aus klimatischen Gründen bestehen bleibt- die Musterachse wird zum Teil erhalten.

 

Die südliche Seitenwand im verschmutzen GRAU

 

Die Seitenempore aus ungewöhnlicher Perspektive

 

 

* * *

 

Gemeinsam haben wir, das Chemnitzer Ingenieurbüro mit Lutz Baumann und Michael Täubert an der Spitze, das Amt für Bau- und Kunstpflege mit Frank Wagner und uns überlegt, dass die ganze Technik, die zur Zeit in der Sakristei gelagert ist, in die Nähe des Turmraumes gebracht wird, wohl in einen extra verschließbaren und begehbaren Schrank unterhalb der Treppe bei der Brauttür. Technik, die sowohl die Beheizung steuert als auch die Akustik- bisher musste bei Mikrofonproblemen die Küsterin in die Sakristei laufen und für Abhilfe sorgen. Da in den letzten Monaten die Akustik auch nicht mehr den richtigen Anklang fand und die Anlage nach 10 Jahren auch veraltet ist, haben wir an eine neue, besser steuerbare Mikrofon- und Lautsprecheranlage gedacht, die auch für den Organisten von Vorteil ist, wenn er von oben "uns unten" begleitet. Ich glaube, eine solche Anlage würde von vielen Gottesdienstbesuchern gewünscht- allerdings ist dafür (noch) kein Topf vorhanden, aus dem sich diese Erneuerung finanzieren lässt. Evtl. wollen wir einen Teil finanzieren aus dem freiwilligen Kirchgeld, einen anderen Teil evtl. aus dem eingesparten Energieverbrauch der Kirche. Die Kosten liegen bei ca. 20.000 €- auf jeden Fall werden wir die entsprechende Verkabelung schon verlegen- Andreas Thomeczek der Fa. Seis hat uns vor Ort beraten.

 

Hier das Zentrum unserer jetzigen Mikrofonlautsprecheranlage in der Sakristei

 

Das Bild zeigt den Ort der Lautsprecher im Chorraum

 

Zwei Stellen im Hauptschiff für Lautsprecher- das würde reichen

 

Ein Sprachlautsprecher auf der Empore

 

* * *

 

 Am 1.März , dem 1.Sonntag der Passionszeit- INVOKAVIT- er ruft mich an, darum will ich ihn erhören- haben wir einen Baustellengottesdienst gefeiert, im leeren Chorraum vor dem eingehausten Hochaltar mit Blick auf die ebenfalls staubdicht eingehauste Orgel. Frau Christine Hahn und Christian Steigertahl hatten die Stühle aus der Sakristei geholt, die Bodenplatte, die in der Kinderkirche den Weg in den Untergrund zur Heizung verdeckt, diente als Altar, aufgelegt auf die gleich hohen Armlehnen zweier Sessel. Darauf dann Kerzen und das "Lieblingskreuz" von der Küsterin, das sie in der Läutekapelle aufbewahrt hält und nur wenigen bekannt ist. Die Predigt hielt der Superintendent Jan von Lingen, die Kantorei mit ca. 60 Sängerinnen und Sängern gaben zwischendurch die Töne an, begleitet von Benjamin Dippel auf dem e-piano. Nach den kalten, beeindruckenden 45 Minuten gab es eine Aufwärmphase im Gemeindehaus bei Tee, Kaffee und Gebäck. 

 

Vorbereitung mit Küsterin Christine Hahn

 

 

 

Der improvisierte Altar mit Eisendeckel aus der Kinderkirche und dem Lieblingskreuz von C.Hahn

 

 

Die Gemeinde hat Platz genommen und die Kantorei wird hocharmig von Benjamin Dippel dirigiert

 

 

Die Gemeinde hat Platz genommen und die Kantorei wird hocharmig von Benjamin Dippel dirigiert

 

 

 

 

* * *

In Vorbereitung der Planung der Flächenheizung sind wir dem Rat (2019) des Chefs des Bauamtes der Landeskirche Werner Lemke gefolgt und haben, um die Positionen der Unterflurkonvektoren und Wärmestationen sicher fest zu legen, eine Beheizungssimulation vornehmen lassen. Beauftragt wurde Prof. Dr. Ing. Gunter Lauckner von der Hochschule für Technik und Wirtschaft- Zentrum für angewandte Forschung und Technologie- der dann im November 2019 die ersten Messungen mit seinen Mitarbeitern F .Kunze und C. Klotzsche durchführte. In einer großen Runde stellte er uns die Ergebnisse am 12.02.2020 vor. Der Leiter des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz (NLD) Kim Kappes sagte anschließend: "So einen brillanten Vortrag über dieses Thema habe er noch nie erlebt, auch nicht bei der Renovierung der Herderkirche in Weimar". Unsere Kirchengemeinde und Lutz Baumann vom Ingenieurbüro haben sehr von der Untersuchung profitiert

 

Das Bild zeigt Prof. Lauckner mit seinen Mitarbeitern Kunze und Klotzsche bei den einfach aussehenden Messungen im November 2019

 

Das Bild zeigt Prof. Lauckner mit seinen Mitarbeitern Kunze und Klotzsche bei den einfach aussehenden Messungen im November 2019

 

Das Bild zeigt Prof. Lauckner mit seinen Mitarbeitern Kunze und Klotzsche bei den einfach aussehenden Messungen im November 2019

 

Plan der Flächenheizung von Lutz Baumann

 

Prof. Gunter Lauckner beim Vortrag über die Beheizungssimulation am 12.02.2020 -  Von links nach rechts: Lauckner, Baumann, Grote, Möller-Kühn, Teuber, Sterzing, Wagner, Kappes, Hahn, Otte, Kunze, Klotzsche

 

Prof. Gunter Lauckner beim Vortrag über die Beheizungssimulation am 12.02.2020 -   Lauckner, Baumann, Grote, Möller-Kühn, Teuber, Sterzing, Wagner, Kappes, Hahn, Otte, Kunze, Klotzsche

 

 

Herr Baumann, der den Anwesenden seinen Plan mit Bezug auf die Erkenntnisse der Beheizungssimulation erklärt

 

* * *

 

Die Vorbereitungen für die einzubauende Flächenheizung liefen seit Ende des letzten Jahres an. Probebohrungen fanden statt unter der Aufsicht von Michael Gschwinde vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz und unserem Stadtarchivar Stefan Teuber, eigentlich Ärchäologe und daher besonders interessiert. Gruften oder Gräber wurden nicht gefunden- wenn dann die Wärmestationen eingebaut werden, wird noch einmal ein besonderes Augenmerk darauf verwendet. Nach der Ausschreibung für diese Steinfußbodenarbeiten hatte die Firma Bachmann & Wille das beste Angebot abgegeben, auch schon deshalb, weil Steinmetz Matthias Fixl die Leitung hat, ein Mitarbeiter, der schon im Rahmen der Arbeiten an allen Fenstern der Kirche in Zusammenarbeit mit der Firma Schneemelcher und Nicole Sterzing unsere Kirche sehr gut kennt. Das Holzparkett wurde als Sondermüll entsorgt, die Steinplatten nummeriert und nun außen südlich der Kirche gelagert in Wartestellung des Wiedereinbaus.

 

Das Bild zeigt vom 21.10.2019 die Stanze des Bohrloches, dann Matthias Fixl beim Abheben einer Steinfußbodenplatte und den Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber als Fachmann für die "Unterwelt".

 

Das Bild zeigt vom 21.10.2019 die Stanze des Bohrloches, dann Matthias Fixl beim Abheben einer Steinfußbodenplatte und den Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber als Fachmann für die "Unterwelt".

 

Das Bild zeigt vom 21.10.2019 die Stanze des Bohrloches, dann Matthias Fixl beim Abheben einer Steinfußbodenplatte und den Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber als Fachmann für die "Unterwelt".

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Das Bild zeigt den Beginn und die Durchführung der Steinfußbodenplattenarbeiten ab 27.01.2020- beendet am 21.02.2020

 

Bild von der Empore Mitte Februar 2020 mit den nummerierten Steinplatten

 

Lagerung der Steinplatten geschützt vor Regen südlich der Kirche

 

 

Das Bild zeigt unsere KV-Klausur vom 21.02.-23.02.2020 in Mariaspring - Hauptthema war der weitere Fortgang der Kircheninnenrenovierung und die Nutzung der Kirche nach der Fertigstellung. Frank Wagner vom ABK war auch zugegen.

 

 

Das Bild zeigt unsere KV-Klausur vom 21.02.-23.02.2020 in Mariaspring - Hauptthema war der weitere Fortgang der Kircheninnenrenovierung und die Nutzung der Kirche nach der Fertigstellung. Frank Wagner vom ABK war auch zugegen.

 

 

 

* * *

 

Im Rahmen der Flächenheizung in der Kirche (die ja zum größten Teil von der Landeskirche finanziert wird) haben wir uns Gedanken gemacht, dass wir gleichzeitig, wenn der Boden schon "aufgerissen" ist, die elektrischen Kabel und sonstige Stromversorgungen auch für die Beleuchtung anlegen, ebenso Freirohre für EDV oder LAN- Möglichkeiten.  Die Planung und Beratung haben wir nach ausgiebiger Diskussion auch dem Ingenieurbüro Baumann/Täubert übergeben. Vorher mussten wir die Finanzierung klären, denn es gibt KEINE Zuschüsse von Dritten- die Kirchengemeinde muss das selber stemmen. Dankenswerterweise haben wir nach Antrag im August 2019 eine Zusage über 40.000 € von der Klosterkammer Hannover bekommen, dann hat der Förderverein eine Summe in Höhe von 85.000 € beigesteuert und die Kirchengemeinde legte weitere 40.000 € dazu aus dem Verkauf des ehemaligen Gemeindehauses in der Teichstraße 38.

 

Der geplante Lichtverlauf

Das Bild zeigt Frank Wagner und Jens Täubert in Glockenturm Januar 2019 auf der Suche nach elektrischen Leitungen

 

Das Bild zeigt die Gruppe mit dem Präsidenten der Klosterkammer Hans-Christian Biallas bei der Scheckübergabe am 02.12.2019

 

Scheckübergabe

 

 

* * *

In Vorbereitung der Steinfußbodenabnahme mit erheblicher Staubentwicklung wurden die Fenster der Nordseite und der Ostseite inklusive gesamter Chorraum bis zum Buschultefenster von innen mit Plastikfolien geschützt. Gerüste mussten dafür nicht aufgestellt werden, sondern Nicole Sterzing, verantwortlich für die Restaurierung aller Fenster, und Herr Christoph Diers aus Lippstadt sind mittels seiner Hebebühne in die Luft gegangen, mit maßgeschneiderten Folien und der Möglichkeit, die Deckenschlusssteine von ganz Nahem zu sehen und zu fotografieren. Da die Hebebühne nun mal da war, ist auch Michael Feller, Lichtberater aus Gehrden, der uns schon 2014 und erneut 2019 eine Beleuchtung der Kirche vorgeschlagen hat, vor Ort gewesen am 15.01.2020 und hat sich die Kapitellensimse angesehen. Christian Steigertahl ließ es sich nicht nehmen, der Decke näher zu kommen. Das Beleuchtungskonzept wurde bereits im Kirchenvorstand 2019 vorgestellt, über die Finanzierung berichte ich später. 

 

Nicole Sterzing und Christoph Diers schützen die Kirchenfenster

 

Nicole Sterzing und Christoph Diers schützen die Kirchenfenster

 

 

Christian Steigertahl zeigt auf Sixtus im Abstand von 10 cm

 

Das Bild zeigt die Orte der Leuchtkörper auf dem Grundriss praktisch in Höhe der Kapitellen.

 

 

Michael Feller auf der Hebebühne in Höhe einer Kapitelle

 

 

* * *

 

In der 2.Kalenderwoche wurde dann der Strom abgeschaltet, die elektrische Versorgung der Turmuhr und des Glockengeläutes wurde jedoch belassen. Zwei mobile Starkstromkästen wurden installiert.

Mit der Stadt Northeim wurde schon im Sommer vereinbart, dass die roten Bänke mit Hilfe des städtischen Fuhrparks per Lastwagen an den Lohgraben gebracht wurden, wo sie bis Ende des Jahres klimatisch gut aufbewahrt werden können. Das tat die Stadt für ihre Stadtkirche.

Ansonsten wurden in der zweiten und dritten Kalenderwoche mit der Restauratorin Viola Bothmann und dem Tischlerrestaurator Veit Grünwald Kanzel und Altar eingehaust, die Taufe abgebaut und die anderen Altäre staubsicher verpackt.

 

Es folgen nun einige Bilder aus dieser Zeit. 

 

Männer der Stadt transportieren am 09.01.2020 die Bänke weg 

 

Bänke auf dem LKW auf dem Weg zum Lohgraben

 

Kirche ohne Bänke mit Gerüst bei der Taufe, eingerüstete Kanzel und eingehauster Altar.

 

Abbau Chorgestühl und Lagerung in der Sakristei

 

 

Abbau Chorgestühl und Lagerung in der Sakristei

 

Einhausung Kanzel in der dritten Kalenderwoche

 

Notiz von 1968 in der Kanzel versteckt

 

Viola Bothmann mit dem auferstandenen Christus

 

 

Abtransport der Taufe in den Turmraum.

 

 

Kronleuchterabnahme mit Einzelteilen, Abnahme durch Herrn Buck aus Bielefeld, in der zweiten Kalenderwoche.

 

Kronleuchterabnahme mit Einzelteilen, Abnahme durch Herrn Buck aus Bielefeld, in der zweiten Kalenderwoche.

 

Hauptaltar mit Jesus am Kreuz- Abnahme

 

Hauptaltar mit Jesus am Kreuz- Abnahme

Hochaltareinhausung in der zweiten und dritten Kalenderwoche

 

Hochaltareinhausung in der zweiten und dritten Kalenderwoche

 

 

 

Weihnachtsbaumabbau am 10.01.2020

 

Weihnachtsbaumabbau am 10.01.2020

 

 Letzter Gottesdienst in der Kirche vor Beginn der Innenrenovierung am 5. Januar 2020.

Auszug aus der Kirche in das Gemeindehaus.

 

Auszug aus der Kirche am 05.01.2020- dem letzten Gottesdienst in der Kirche. Kreuz und Kerzen werden in das Gemeindehaus gebracht.

 

Abschied von der Orgel in der leeren Kirche durch die Kantorei am 10.01.2020 nach der freitäglichen Kantoreiprobe.

 

Abschied von der Orgel in der leeren Kirche durch die Kantorei am 10.01.2020 nach der freitäglichen Kantoreiprobe.

 

Einrüstung der Orgel am 13.01.2020 durch Fa. Menke (Gerüst) unter Anleitung des Orgelbauers Bente

 

 

Allgemeines

 

Die Kircheninnenrenovierung (KIR) ist schon lange in den Blick genommen worden noch vom Kirchenvorstand der Wahlperiode 2012-2018. 

 

2013 hat sich ein Förderverein konstituiert, damals mit Hans-Joachim Röwer als Vorsitzenden; nach seinem frühen Tod hat Rudolf Grote das Amt übernommen und wir unterstützt durch Meike Menkens, stellvertretende Vorsitzende und KV-Mitglied, Hannelore Otte, KV-Mitglied, Wolfgang Pehle, Vorsitzender des KV von 2006-2012 und Harald Kühle, bis 2000 selber auch KV-Mitglied.

 

Der Förderverein hat durch seine Aktivitäten (Deckenpatenschaften, Benefizkonzerte und Gestaltung des Tag des offenen Denkmals) Drittmittel eingeworben, die Kirchengemeinde hat durch Gebäudemanagement Häuser, die nicht mehr in der kirchlichen Nutzung waren, veräußert (Kirchplatz 3, Teichstraße 38, Seldeweg 33 und Entenmarkt 2) und somit einen Grundstock angelegt für die Finanzierung des riesigen Projektes.

 

Durch kritisch hinterfragte und dann auch gewechselte Beratung und Planung von Ingenieurbüros, empfohlen vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche, haben wir nun für die Beheizung der Kirche die Herren Baumann und Täubert, Ingenieure aus Chemnitz, beauftragt, eine behagliche Beheizung der Kirche zu schaffen, die ein Klima in der Kirche schafft, damit die wertvollen Kunstgüter und die inzwischen von Nicole Sterzing restaurierten mittelalterlichen Fenster für Jahrzehnte erhalten bleiben.

 

An der Finanzierung der Flächenheizung wird sich die Kirchengemeinde mit 250.000 € beteiligen- die restlichen ca. 900.000 € für Bau und Heizung und entsprechende Vorarbeiten zahlt die Landeskirche auch aus einem Topf "Klimaverbesserung in Kirchen zum Erhalt von Orgeln und Kunstgütern".