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St. Sixti - Kirche in der Stadt

 

Die Glasmalereien der Sixti-Kirche

 

Ein besonderes Projekt führt uns in diesem Jahr durch die Passionszeit. Mit wöchentlichen Bildern und Texten erleben wir die mittelalterlichen Glasmalereien aus der Sixti-Kirche ganz neu. Sie gehören zu den bedeutendsten Monumentalmalereien des 15. Jahrhunderts im norddeutschen Raum.

 

Die Fenster wurden restauriert und sind zur Zeit noch ausgelagert, nach Abschluss der Innenrenovierung werden sie in die Kirche zurückkehren.

 

 

Die bereits erschienenen und noch folgenden Teile finden Sie unter > Mittelalterliche Fenster.

 

 

Mit einer neuen Sichtweise wollen wir den Northeimer Passionszyklus in den Mittelpunkt rücken.

 

Wir erzählen die Geschichten neu:

 

Mittelalterliche Bilder der Passion Teil 2

Die Gefangennahme Jesu / Petrus zieht das Schwert

 

 Die Gefangennahme Jesu  Foto: Nicole Sterzing

Die Gefangennahme

Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesus, um ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss? Als aber, die um ihn waren, sahen, was geschehen würde, sprachen sie: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? Und einer von ihnen schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Da sprach Jesus: Lasst ab! Nicht weiter! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn. (Aus: Lukas 22, 39- 54) / Foto: Nicole Sterzing

 

 

Die Soldaten. Wie viele Soldaten braucht es, um einen unbewaffneten Mann festzunehmen? Eine kleine Heerschar ist aus der Stadt Jerusalem gekommen und im Garten Gethsemane einmarschiert. Sie sind angerückt mit Schwertern, Spießen, Fackeln, sogar mit Pfeil und Bogen. In ihren Rüstungen und prächtigen Gewändern kesseln sie den Mann in der Mitte regelrecht ein. Barfuß steht dieser auf einem grünen Rasen. Er hat die Hände geöffnet. 

Eine seltsame Ruhe geht von Jesus aus, als könne ihm der Tumult nichts anhaben. Er würdigt den Kampftrupp mit keinem Blick. Seine Augen ruhen auf dem Mann am Boden. Es ist ein Knecht des Hohepriesters. Seine Laterne ist zu Boden gestürzt, er hält sich den Kopf. Blut strömt aus der Stelle am Kopf, wo sein Ohr sein sollte. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt und kreidebleich. Ein Schrei entfährt seinem Mund.

Dieses Bild lebt von Kontrasten: Waffengewalt gegen Friedfertigkeit. Die steinerne Stadt mit Turm und Burg im Hintergrund, im Vordergrund dagegen der geflochtene Zaun und das kunstvoll gemalte Gras. Die drängende Schar der Soldaten links und rechts - und in der Mitte Jesus mit einer geradezu gelassenen Körperhaltung. Die Soldaten sind von Kopf bis Fuß mit Helm und Rüstung ausstaffiert. Jesus empfängt sie mit rotem Gewand und ohne Schuhe.

Die Blickrichtungen zeigen, worum es wirklich geht. Der Mann, der Jesus umarmt und küsst, ist Judas, der Verräter. Er blickt zu Jesus, aber verschlagen und boshaft. Petrus, der eben mit dem Schwert zuschlug und den Knecht verletzte, blickt ebenfalls zu Jesus, geradezu eindringlich und flehentlich. Jesus blickt aber weder zu dem Einen noch zu dem Anderen, sondern zu dem verletzten Mann am Boden. Das Johannesevangelium nennt ihn Malchus. Und dieser Verletzte schaut zum Betrachter des Bildes, als wolle er sagen: „Seht her! - Das ist meine Geschichte mit Jesus.“ - Davon berichtet das Lukasevangelium: „Und Jesus rührte sein Ohr an und heilte ihn.“

 

Jan von Lingen, Superintendent im Kirchenkreis Leine-Solling

 

Petrus zieht das Schwert

Petrus

 

Petrus verstaut nach seinem Angriff auf den Knecht das Schwert in der Scheide. So kennen wir Petrus. Aufbrausend, gefühlvoll, emotional. Ein Fels in der Brandung, sagen die einen. Ein Sturkopf, der mit dem Kopf durch die Wand will, sagen die anderen.

Mit Soldaten hat er eigentlich nichts zu schaffen. Seine Welt ist der See Genezareth. Als er noch Fischer war, traf er Jesus und verlor Hals über Kopf sein Herz. Petrus stieß vom Ufer seines Alltags ab und kehrte nicht mehr in sein altes Leben zurück. Und er tauschte Wind, Wasser, Weite gegen staubige Straßen, belebte Marktplätze und dunkle Synagogen. Seine „Lebensnetze“ füllten sich statt mit Fischen mit Glaube, Hoffnung und Liebe. Alles würde er für Jesus tun: ja, sogar sterben. In Erinnerung geblieben ist sein großes Bekenntnis: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ Doch auf diesen geradezu himmlischen „Herz-Moment“ legt sich ein Schatten. Später, als Petrus den Soldaten heimlich folgt und erkannt wird, verleugnet er Jesus: „Ich kenne diesen Menschen nicht!“

Doch jetzt nähert sich Fackellicht. Waffengeklirr erfüllt den Garten. Petrus ist der Erste, der Jesus verteidigen will. Ganz allein stemmt er sich gegen die Übermacht. Ein Hieb mit dem Schwert - und der Knecht liegt am Boden. Lass ab, nicht weiter, sagt Jesus. Mitten im Aufmarsch der Soldaten, im Kessel der Festnahme, wendet sich Jesus dem Verletzten zu. Es gibt nichts Wichtigeres in diesem Moment. Mitten im Unheil geschieht --- Heilung und Heil.

 

Stephanie von Lingen, Superintendentin im Kirchenkreis Leine-Solling

 

 

WISSENSCHAFTLICHE EINORDNUNG „Gefangennahme Christi“

 

Inschriften: In den Nimben im Feld 9a: Sanctus Petrus Ap(osto)lus; in 9b: Ih(esu)s nazare(nus) Rex Judeor(u)m.

Die Northeimer Szene vereint mit der Ergreifung Christi durch die Soldaten drei weitere in den Evangelien beschriebene Begebenheiten: den Kuss des Verräters Judas, den Angriff von Petrus auf den Knecht des Hohepriesters, Malchus, und die Heilung des abgeschlagenen Ohrs durch die Hand Christi (Mt 26, 47–52, Lc 22,47–51; Jo 18, 3–11). Charakteristisch für diese Szene – wie für den gesamten Northeimer Zyklus ist der durch die dicht gedrängten Figurengruppen vollständig verstellte Bildraum. Zwei kleine, offensichtlich im Zuge der Restaurierung von Henning & Andres ergänzte Konsolen lassen darauf schließen, dass die Szene ursprünglich mit einer architektonischen Bekrönung versehen war.

Der sperrige Figurenstil in Kombination mit einer detaillierten Gesichts- und Gewandmodellierung findet sich vergleichbar in einigen Beispielen niederdeutscher Tafelmalerei, insbesondere aus der Nachfolge des Johannes Koerbecke oder des Meisters von Liesborn. Zu den modernsten Elementen der Darstellung zählen modische Details wie der ziselierte Plattenharnisch, die kunstvoll geschmückte Schwertscheide oder die dreifarbigen Streifen-Beinlinge eines Soldaten.

 

Dr. Elena Kosina

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die Sixti-Kirche steht wegen der Renovierungsarbeiten weiterhin nicht zur Verfügung, und im engen Gemeindesaal St. Sixti kann durch die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen kein Gottesdienst gefeiert werden.

 

Jeden Sonntag um 10 und um 18 Uhr laden wir zum Gottesdienst in die Corvinuskirche ein, der etwa eine halbe Stunde dauern wird.

 

Die Teilnehmerzahl ist durch die behördlichen Vorgaben auf maximal 40 Personen beschränkt (einschließlich der Mitwirkenden). Falls die Nachfrage entsprechend groß sein sollte, werden wir spontan am Vormittag einen weiteren Gottesdienst anbieten.

 

Bitte denken Sie daran in der Kirche einen Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und beachten Sie die Abstandsregelung.

 

Beachten Sie auch den nächsten Menüpunkt "Gottesdienst in Corona-Zeit ": Dort finden Sie zu den Sonntagen - geistliche Impulse.

 

 

 

 

 

             

 

 

Die St. Sixti-Kirche ist zurzeit Baustelle!

 

 

Offene Kirche

 

 

 

 

 

 

Im Herzen von Northeim liegt die

 Ev.-Luth.-St. Sixti-Kirchengemeinde Northeim

 

 

Herzlich Willkommen!

 

Egal aus welcher Himmelsrichtung man sich der Stadt Northeim auch nähert – immer ist es der Turm der St.Sixti-Kirche, der das Panorama der Stadt schon aus der Ferne prägt.

 

Die St-Sixti-Kirche, eine spätgotische Hallenkirche, ist seit über 500 Jahren ein Ort der Stille, der Besinnung und der Begegnung mit Gott. Sie birgt reiche kulturelle Schätze, die gepflegt werden müssen. Der neu ins Leben gerufene Förderkreis nimmt sich in besonderer Weise der Pflege und Instandhaltung des Kirchenraumes an.

                         Link (Ein Film von Jürgen Gutowski)

Wir bemühen uns als Kirche in der Stadt um eine verantwortungsvolle Gesellschaft und um eine lebendige Kirchengemeinde, die in einer Vielfalt mit Angeboten für Menschen aller Generationen da sein möchte.

 

Ein weiterer Schwerpunkt sind unsere diakonischen Einrichtungen: zwei Kindergärten, in denen täglich über 200 Kinder betreut werden, die Schwesternstation mit über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Eine-Welt-Laden.

 

Die Kirchenmusik an St. Sixti ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Die Konzerte erfüllen professionelle Ansprüche und begeistern zahlreiche Menschen. Mit der musikalischen Früherziehung in den Kindergärten, der Minikantorei, Kinderkantorei, Kurrende, der Kantorei St. Sixti und dem Chor Sixti plus werden Menschen aller Altersklassen unter der Leitung von Kreiskantor Benjamin Dippel zusammen mit Kantorin Meike Davids (Kantorin für Kinderchorarbeit im Kirchenkreis) an die Musik mit Herz und mit Leichtigkeit herangeführt.

 

Seelsorger der Kirchengemeinde sind

Superintendent/in: Stephanie von Lingen und Jan von Lingen

Pastorin Karin Gerken-Heise 

Pastor Dr. Stefan Leonhardt

Vikarin Madeleine Landré (ab März 2020)

 

 
 
 
 

 

Auf einen Blick!

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Losung des Tages